Starkbierfest: Barnabas ließ es krachen

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Bruder Barnabas (Alois Trautbeck) stieß mit seinem Autor Frieder Meidert auf die Fastenpredigt an.

Soyen - Der "schöne Charly" Fischberger bekommt Konkurrenz im Gemeindegebiet: Das war eines der Themen, die Bruder Barnabas beim sechsten Riedener Starkbierfest aufgriff.

Wie immer war der Abend gut besucht, die Veranstalter waren zufrieden. Das Soyener "Barnabas"- Team bot wieder ein buntes Potporri, zu dem Toni Schillhuber, bekannt von dem Duo "Harry und Toni", die eingeladenen Gäste gebührend begrüßte und es gleich in seiner Vorrede ordentlich krachen ließ: Bestimmte Gemeinderatsmitglieder hätten wohl nicht den Weg hierher gefunden. Bei dem einen, dem Vorstand der Soyener "60-er- Fans", habe sich scheinbar das saudiarabische Kamel verirrt, und der andere sei wohl gerade dabei, die Doktorarbeit zu schreiben.

Toni Schillhuber (links) moderierte den Abend, der mit alkoholischen Studien von Professor Dr. Jörg Herwegh endete.

Den Auftakt machte dann die "Damenriege": Der Einakter der Landfrauen beschrieb einen amüsanten, aber nicht ganz entspannten Familienabend mit Kindern vor dem Fernseher, in dem trotz verzweifelten Programmwechsels des Papas nicht nur kinder- und elternfreundliche Themen aufgegriffen und von den Kindern emsig hinterfragt wurden - vom roten Pavianhintern bis hin zur Bedeutung des Wortes "Höhepunkt".

"Was braucht ma heitzudog zum Leben" fragte sich das gestandene Männertrio von "Sauglocknläutn" und stellt fest, dass kaum einer ohne Scheckkarten, Handys und Blackberries auskomme. Jedoch, so meinten sie, "bloß net zvui davon", sondern die wirklichen Werte wären ein "Apfelbaum, a Bussl und a Bier".

Ritsch Ermeier an der Quetschn, Woider Zinkl am Baß und Peter Röckl an der Klampfn spielten volksmusikalische Lieder zu aktuellen Themen, Werten im Leben sowie Alltäglichem, was zum Teil manchmal leider im Geräuschpegel des Publikums im Zelt etwas unterging.

Mucksmäuschenstill wurde es im Zelt, als Bruder Barnabas mit ernster Miene zur Bühne schritt und sich zur Lage der Nation, pardon Gemeinde, äußerte. Zuvor wurden noch vorne die "Prominenz" begrüßt, weiter hinten die "Intelligenz" - wobei man diesmal in den Reihen der Prominenz einige Lücken zählen konnte.

Rein "wirtschaftlich" sehe es derzeit in Soyen nicht rosig aus, meinte Barnabas, denn um die Zukunft der Wirtschaften, also der Gaststätten Soyens, sei es nicht gut bestellt. Bei dem Thema "Integration" schneide Soyen dagegen deutlich besser ab. Inzwischen dürften in der Gemeinde sogar Ausländer, nämlich zwei "Gaascher" (aus Gars) mitarbeiten. Ob das denn wirklich hätte sein müssen, fragte sich da der Bruder, aber "gscheiter is, ma lossts freiwillig eina, bevors mit Gwalt einadruckn". So wie früher die Raubritter in Königswart würden heutzutage die Allmansauer in Soyen einfallen. Gerechterweise müsse man aber zugeben, dass man wohl ohne die "Ausländer" schlecht ausschauen würde. So würde man ohne die Eggstätter am 1. Mai dumm dastehen, die hätten ja schließlich den Maibaum geklaut.

Schlecht weg kamen bei Barnabas die Soyener Jäger: Einen Wolf würden sie jedenfalls nie erwischen. Und auch die Fußballer bekamen ihr Fest weg: Der Vergleich zwischen der Schnelligkeit beim Aufbau einer Internetverbindung in Soyen und beim Angriff des TSV Soyen sei ein "Schnecken-Duell".

Eine Zwischenbilanz zog der Frater bei der Amtszeit von Bürgermeister Karl Fischberger. Ganz so entspannt sei der wohl nicht mehr, er habe inzwischen eine "optische Konkurrenz" im Gemeindegebiet bekommen. Der Gemeinderat jedoch stehe geschlossen hinter ihm. In einer kurzfristig anberaumten Krisensitzung seien viele Vorschläge zusammen getragen worden, wie man den Nebenbuhler aus dem Gefecht schlagen könne.

Über "Charly und die große Politik" wurde ebenfalls sinniert, arbeite doch der Bürgermeister weiterhin daran, die Olympiade 2018 nach Soyen zu bekommen.

Mit einer Vorschau auf das Weltereignis der Traumhochzeit im britischen Königshaus mit dem Soyener Bürgermeister als Trauzeugen, einem turbulenten Dinner mit Tanz und Bildern der "Mühlthaler Tower Bridge" spann Alois Trautbeck alias Bruder Barnabas schließlich den Bogen zu Soyens "Traumhochzeit" des Zweiten Feuerwehrkommandanten, die im Mai stattfinden soll.

Ein komödiantischer Auftritt mit "Professor Dr. Jörg Herwegh" vom Narrenschiff zum Thema "Wirkung des Alkohols" rundete den Abend ab.

mbe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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