"Schönheitsoperation" für Neurologie

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Bereit zum Bezug: Chefarzt Professor Dr. Johannes Bufler ist stolz auf die renovierten Patientenzimmer.

Wasserburg - Die vor zwei Jahren begonnene Renovierung der Neurologie am Inn-Salzach-Klinikum ist mit dem Wiedereinzug der Station zwei in die sanierten Räume beendet worden.

Das Personal, die Patienten und ihre Angehörigen freuen sich über die erfolgreiche "Schönheitsoperation", die dem 1971 eröffneten Akutkrankenhaus ein frisches, verjüngtes Aussehen gegeben hat.

Der Ausblick vom Balkon im Frühstückszimmer von Station II ist grandios: Bis zur Kampenwand lässt sich bei klarem Wetter schauen. Doch auch bei weniger guter Sicht liegt den Patienten der bereits im Herbstlaub bunt schimmernde Klinikpark regelrecht zu Füßen.

Auch im Innern der neurologischen Klinik fällt die neue Farbgebung ins Auge: Sonnengelb und Orange bestimmen das Bild - Farben, die Hoffnung versprühen für Menschen, die zum Teil schwer erkrankt sind - etwa nach einem Schlaganfall, an Epilepsie, Multipler Sklerose oder Parkinson. "Es ist richtig schick geworden", freut sich Chefarzt Professor Dr.Johannes Bufler über das Ergebnis der Renovierungsarbeiten in der Station zwei.

Sie haben nach seinen Angaben 250 000 Euro gekostet - finanziert ausschließlich aus Eigenmitteln. Während der Umbau der Station eins vor zwei Jahren noch viel Lärm verursacht hatte, weil aufwändige Kernbohrungen vonnöten waren, ging die Sanierung von Station zwei nun weniger laut vonstatten. Trotzdem musste sie für die fünfmonatige Baustellenzeit in eine Ausweichstation umziehen, berichtet Bufler.

Dieses mit organisatorischen Anstrengungen verbundene Provisorium hat sich jedoch gelohnt, findet er. "Jetzt können wir unseren Patienten einen modernen Komfort bieten", berichtet der Chefarzt. Die engen Drei-Bett-Zimmer gibt es nun nicht mehr. Jeder neue, großzügig geschnittene Zwei-Bett-Raum ist mit behindertengerechter Nasszelle und Toilette ausgestattet worden. Zur Ausstattung gehören Fernseher und eine neue Ruftonanlage.

Der Frühstücksraum: ein neues Kommunikations- und Begegnungszentrum, in dem sich auch die beiden Angehörigen, die zu Besuch sind, sichtlich wohl fühlen. Fotos

Auch die Besprechungs- und Aufenthaltsräume sowie Stützpunkte der Ärzte und des Pflegepersonals und die Arbeitsbereiche der Therapeuten sind modernisiert worden. Überall sind außerdem neue Böden verlegt worden, berichtet der Chefarzt. Ein neuer Frühstücksraum bietet viel Platz zur Begegnung und zur Kommunikation - auch mit besuchenden Angehörigen. Hier wird für mobile Patienten morgens auch ein Buffet aufgebaut. Die Arbeiten sind nach Informationen von Bufler zum großen Teil durch die Haushandwerker des Klinikums durchgeführt worden, Fremdvergaben seien an örtliche Firmen gegangen. Die Innenarchitektin des Inn-Salzach-Klinikums habe zudem die Gestaltung nach einer Farbenlehre, welche die Heilung fördert, durchführen lassen.

Hochmoderne Differenzialdiagnosen, Behandlungen und Therapien: Dafür steht die neurologische Klinik bereits seit Langem. In den vergangenen Jahren hat die starke Ausrichtung an der Notfallmedizin die Neurologie weiter inhaltlich geprägt. Mit der Gründung des Schlaganfall-Akutzentrums kam eine bedeutende Versorgungsaufgabe für die Region hinzu.

Die nun abgeschlossene Renovierung der Klinik mit ihren 46 Betten garantiert nach Einschätzung von Bufler, dass neben der hohen medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Qualität jetzt auch die Ausstattung zeitgemäßen Ansprüchen entspricht.

duc/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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