Schonstett: Kein Kredit notwendig

Schonstett - Der Gemeindenhaushalt 2011 hat ein Gesamtvolumen von 2,182 Millionen Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 1,508 Millionen und den Vermögenshaushalt 673.400 Euro.

Die gute Nachricht: die Hebesätze für Grundsteuer A von 290, B von 300 und der Gewerbesteuer von 300 von Hundert bleiben unverändert.

Größter Einnahmeposten im Verwaltungshaushalt ist der Einkommenssteueranteil in Höhe von 458.000 Euro. Nach dem Einbruch bei der Gewerbesteuer im letzten Jahr geht man von einer geringen Erholung auf 280.000 Euro aus. "Die bekannten Zahlen lassen jedoch Besseres erwarten", so Bürgermeister Josef Fink. Kanalgebühren werden 165.000 Euro erhoben. Die Grundsteuer B soll 77.000 Euro und die A 16.000 Euro in die Kasse bringen. An Mieteinnahmen werden 15.000 Euro erwartet. Für die Konzessionsabgabe wurden 19.000 Euro und für den Straßenunterhaltszuschuss 20.000 Euro angesetzt. Die Schlüsselzuweisung sinkt um annähernd 30 Prozent auf 63.000 Euro.

Bei den Ausgaben schlagen die Umlagen kräftig zu Buche, so an den Kreis 438.000 Euro, die Verwaltungsgemeinde 119.000 Euro, an den Schulverband 92.000 Euro und Gewerbesteuer 65.000 Euro. Die Zinsbelastung sinkt auf 83.000 Euro. Für das Personal sind 75.000 Euro zu zahlen. Die Ausgaben für den Kanal betragen 190.000 Euro. An Versicherungsbeiträgen fallen 19.000 Euro an.

Aufgrund der neuen Kleinkindergruppe im Kindergarten summieren sich die Folgekosten auf 134.000 Euro. Die Übernahme der Zinsen für das Darlehen des Sportvereins kostet die Gemeinde 11.000 Euro. Die Folgekosten für die Mehrzweckhalle werden mit 38.000 Euro angesetzt. Für den Straßenunterhalt sind 51.000 Euro aufzuwenden, darin enthalten die Sanierung der Straße nach Weichselbrunn und Achen. Für den Friedhof sollen 4000 Euro ausgegeben werden.

Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt ist nicht möglich. Dafür müssen 194.900 Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Hier macht sich das sparsame Haushalten aus den Vorjahren bezahlt, denn es waren Rücklagen von 458.000 Euro gebildet worden. Somit sind keine Kreditaufnahmen erforderlich.

Der Schuldenstand soll Ende 2011 noch 1,783 Millionen betragen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1459 Euro entspricht.

Im Haushalt enthaltene Investitionen sind zum Teil bereits abgeschlossen wie die energetische Sanierung des Rathauses mit einer Restzahlung von 130.000 Euro oder das Breitbandkabel mit 80.000 Euro. Für die Sanierung des Badesees in Köhl stehen 20.000 Euro und für den Erwerb von Tauschgrund 25.000 Euro zur Verfügung. Der Radweg nach Murn und Aichet wird noch mit etwa 45.000 Euro die Finanzen belasten. Die anfallenden Vermessungskosten hat die Gemeinde zu Tragen. Für die Kläranlage sind noch 20.000 Euro und den Wertstoffhof 10.000 Euro eingeplant. Die Kosten für den Neubau des Wertstoffhofes sind im Haushalt nicht berücksichtigt, da sie vom Landkreis übernommen werden.

mv/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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