Fehlende Grund- und Nahversorgung in Schonstett 

Arbeitskreis gebildet: Nehmen Dorfladen-Pläne nun Gestalt an? 

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Dorfladen 
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Schonstett - Ein Dorfladen soll die Einkaufsmöglichkeit in der kleinen Gemeinde langfristig sichern. Doch es gibt einige Hürden. Ein Experte soll nun helfen. 

Der geplante Dorfladen, der die  Grund- und Nahversorgung im Ort wieder herstellen soll - er ist und bleibt weiter Gesprächsthema in der Gemeinde.

Wolfgang Gröll ist Fachberater für Dorfläden und begleitet seit fast 30 Jahren schon erfolgreich Gründungen von Dorfläden in ganz Bayern. Im Juli referierte er bereits über das Thema vor rund 100 interessierten Schonstettern, jetzt wird er selbst aktiv. "Wolfgang Gröll wurde von der Gemeinde beauftragt, eine Grundlagenforschung durchzuführen", erklärt Schonstetts Bürgermeister Josef Fink. Unter anderem beinhalte diese, eine Ortsbesichtigung nach möglichen Standorten oder die Beobachtung der Wettbewerbssituation in der Umgebung

Und auch sonst gehe es in Schonstett langsam voran in punkto Dorfladen, wie Fink weiter erläutert. "Wir haben die Firma Newway Handelsberatung GmbH damit beauftragt, uns ebenfalls unter die Arme zu greifen, qualifiziertes Marktpotenzial und Marktvolumen sowie mögliche Investitionssummen zu ermitteln, Vorschläge oder Empfehlungen auszusprechen, aus denen wir dann schauen können, was wir wie realisieren können. Der Beratungsauftrag kostet die Gemeinde 4790 Euro." 

Erster Schritt Bildung Arbeitskreis erfolgreich 

Außerdem erfreulich: Es sei laut Fink inzwischen ein Arbeitskreis gebildet worden, der die weiteren Schritte peu à peu abarbeitet, "damit wir das von so vielen Schonstettern gewünschte Projekt Dorfladen auch in Zukunft verwirklichen können".

Dass sich viele Bürger der 1400-Seelen-Gemeinde einen Dorfladen als zentrale Einkaufsmöglichkeit im Ort wünschen wurde schon auf der Bürgerversammlung 2017 deutlich. Auch im Rahmen der Dorfgespräche wurde das Thema fehlende Einkaufsmöglichkeit im Ort aufgegriffen. Doch seit der Schließung des Edeka-Ladens im April 2017 hat sich nicht viel getan. 

Es folgte eine Bürgerbefragung und die Suche nach alternativen Gebäuden, die den passenden Rahmen für einen Dorfladen bieten würden. Doch das letzte Wort hat hier der Denkmalschutz, wie Fink erklärt. Zudem würden sich viele in Frage kommende Gebäude in privater Hand befinden. 

mb

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