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Bürgerbefragung ausgewertet

Potentieller Betreiber fehlt - Hofladen vorerst auf Eis gelegt?

Was wünschen sich die Schonstetter für ihre Grundversorgung? Die Ergebnisse der Bürgerbefragung sind jetzt da.
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Was wünschen sich die Schonstetter für ihre Grundversorgung? Die Ergebnisse der Bürgerbefragung sind jetzt da.

Schonstett - Seit wenigen Monaten gehört Edeka Helma der Vergangenheit an. Seit das kleine Nahversorger-Geschäft geschlossen hat, werden die Rufe nach einem Ersatz lauter. Eine Bürgerbefragung sollte Licht ins Dunkle bringen. Jetzt sind die Ergebnisse da:

Den Schonstettern geht ihre zentrale Einkaufsmöglichkeit ab. Möglicherweise könnte eine Alternative in Form eines Hofladens Abhilfe schaffen. Allerdings fehlt ein Betreiber, der sich auch dazu bereit erklärt, einen solchen Laden zu führen. Um das herauszufinden und das Kaufverhalten der Schonstetter zu analysieren startete die kleine Gemeinde eine Bürgerbefragung. Auf einem gegliederten zweiseitigen Fragebogen erhoffte sich Bürgermeister Josef Fink Antworten auf die offenen Fragen, was genau sich die Bürger wünschen. Die Ergebnisse hat Fink in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt

Zentrale Punkte der Auswertung der Bürgerbefragung:

  • Etwa 90 Prozent der ausgewerteten Meinungen finden, dass die Versorgungssituation verbessert werden sollte - am besten in Form eines Hofladens. 
  • Den Fokus beim Einkaufen legten die Schonstetter mehrheitlich auf regionale Produkte, gute Erreichbarkeit und flexible Öffnungszeiten.  
  • Besonders regionale Produkte sowie Bio-Lebensmittel stehen auf der Beliebtheitsskala ganz oben. 
  • Die Schonstetter würden im Schnitt etwa ein bis zweimal pro Woche die Einkaufsmöglichkeit in einem Dorfladen wahrnehmen, vorwiegend vor- oder nachmittags
  • Als Alternativen werden derzeit die Edeka-Märkte in Wasserburg und Halfing sowie der Penny in Griesstätt genutzt. 
  • Knapp 60 Personen würden sich an einer Genossenschaft beteiligen. 
  • Ein potentieller Betreiber, der sich für einen Hofladen interessieren würde, ging aus der Befragung nicht hervor. 

Was bedeutet das nun für Schonstett? "Wir konnten mit dem Fragebogen das Kaufverhalten und die Wünsche der Schonstetter ermitteln. Erste Infos liegen vor, jetzt müssen wir schauen, wie wir weitermachen", fasst Bürgermeister Fink die Auswertung zusammen. Positiv überrascht zeigte sich Fink von der Beliebtheit regionaler sowie Bio-Produkte. 

Der Wunschgedanke sei jedoch nach wie vor der eigene Hofladen in Schonstett. Räumlichkeiten wie bestehende ehemalige Kramerläden oder ein Teil des ursprünglichen Edeka Helma wären vorhanden. Auch Genossenschaftsanteile zu zeichnen könnten sich einige durchaus vorstellen, viele seien aber noch unentschlossen. "Bürger, die sich bereit erklären würden, in einem Hofladen mitzuarbeiten, gäbe es. Was uns aber nach wie vor fehlt, ist jemand, der entschlossen die Initiative als Geschäftsführer eines Ladens ergreift", konstatiert Fink abschließend.

mb 

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