Nahversorgungsproblem in Schonstett 

Bietet ehemaliger Kramerladen den Rahmen für einen Dorfladen?  

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Einen Dorfladen wünschen sich die Schonstetter seit der Schließung der Edeka-Filiale. 
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Schonstett - Seit über einem Jahr ist der Edeka-Laden in Schonstett geschlossen. Eine Alternative für die Grundversorgung gibt es nicht. Doch so schnell gibt die kleine Gemeinde nicht auf: Die lang schon gehegten Pläne für einen Dorfladen nehmen langsam Gestalt an.  

Seit April 2017 gibt es für die Schonstetter keine Einkaufsmöglichkeit mehr im Dorf. Um die Grundversorgung weiter zu gewährleisten, kämpft Bürgermeister Josef Fink seit der Schließung der Edeka-Filiale am Ortseingang für einen Ersatz: Ein Dorfladen soll es werden. Doch das ist gar nicht so einfach, wie sich herausstellte: Es fehlt an möglichen Betreibern, einem geeigneten Standort, Bürgerbeteiligung. Viele Schonstetter, die mobil sind, nutzen lieber die Einkaufsmöglichkeiten im Umland. Dennoch ist ihnen die Nahversorgung wichtig, so wurde das Thema auch auf der Bürgerversammlung 2017 aufgegriffen

Erste Ansätze für neue Einkaufsmöglichkeit

Im Rahmen einer Bürgerbefragung zum Einkaufsverhalten in Schonstett sollte im Sommer 2017 das Kaufverhalten der Schonstetter analysiert werden. Die Auswertung brachte unter anderem ans Licht, dass sich 90 Prozent der Bürger eine Verbesserung der Versorgungssituation wünschen - im Idealfall in Form eines Dorfladens, der auch Bioprodukte anbietet. 

Die Auswertung spornte Bürgermeister Fink weiter an, sich um eine Lösung zu bemühen. Es folgten Gespräche und Teilnahmen an Veranstaltungen zum Thema Nahversorgunskonzept, eine Standortanalyse - mit ersten Erfolgen. 

Dorfladen am Kirchplatz? 

"Möglicherweise haben wir eine Örtlichkeit gefunden", erklärt der Bürgermeister den aktuellen Sachstand in Schonstett. Mitten im Herzen der Gemeinde könnte ein leerstehendes Gebäude den Rahmen für einen Dorfladen bieten. 

Fink weiter: "Die Örtlichkeit am Kirchplatz hatte über 100 Jahre lang einen Kramerladen inne, da wäre doch ein Dorfladen eine würdige Nachfolge. Der Besitzer des Gebäudes würde sich bereit erklären in Zusammenarbeit mit einem potentiellen Betreiber die Räume zu sanieren und barrierefrei herzurichten." 

Denkmalschutz muss grünes Licht geben 

Allerdings: Es fehlt sowohl am Betreiber des Dorfladens als auch an den nötigen Genehmigungen zum Umbau. "Denn", so erklärt Fink weiter, "das Gebäude steht unter Denkmalschutz, die Behörden haben hier ein Wörtchen mitzureden. Noch ist es fraglich, ob die Pläne für unseren Dorfladen in dieser Örtlichkeit realisierbar sind." Fink ist sich aber sicher: "Ist das Gebäude erst gefunden, haben wir auch in absehbarer Zeit einen Betreiber.

Die Dorfladen-Pläne gehen also langsam in eine konkrete Richtung. Im Juni plant die Gemeinde, eine Auftakt-Info-Veranstaltung für die Bürger. "Es gilt aber auch noch andere Wege auszuloten", betont Fink abschließend und gibt sich weiter kämpferisch. "Die Idee lebt und Schonstett wird seinen Dorfladen früher oder später bekommen." 

mb

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