Ergebnisse des zweiten Dorfgesprächs 

"Mia ham's schee da bei uns in Schonstett!"

+
Miteinander ins Gespräch kommen stand auch bein zweiten Dorfgespräch in Schonstett im Fokus. 
  • schließen

Schonstett - Vergangene Woche wurden die Schonstetter Dorfgespräche im Speisesaal des Caritasheims fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen diesmal unterschiedliche Perspektiven und brisante Themen. *Mit Voting*

Auch Schonstetss Bürgermeister Josef Fink beteiligte sich aktiv an den bisherigen Dorfgesprächen. 

Am Mittwoch, 22. November, kamen die Bürger in einem kleineren und intensiven Kreis wieder zusammen, um gemeinsam über die Perspektiven und Chancen ihres Dorfs zu diskutieren. Das Caritasheim im Herzen der kleinen Gemeinde diente als Räumlichkeit. Somit konnten auch Caritasheim-Bewohnern und Asylbewerber aus der Unterkunft nebenan teilnehmen. In Zweiergruppen aber auch in einem Sitzkreis tauschten sich die Schonstetter über das aus, was gut läuft, was bereits gut funktioniert und was (wieder)belebt werden könnte. 

Das erste Dorfgespräch verfolgte das Ziel, unterschiedlichste Schonstetter in einem Raum in eine neue Art des Dialogs zu bringen und die Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten der kleinen Gemeinde in verschiedenen Dialogrunden auszutauschen. Auf dieser Basis wurde in der zweiten Runde der Gesprächsreihe der Dialog fortgesetzt und konkretisiert.

Beim zweiten Dorfgespräch drehte sich nun alles um das Thema "Meine Werte - Deine Werte - Sagt mal, wer seid Ihr denn eigentlich?" Neben alten und neuen Begegnungen in verschiedensten Dialoggruppen ging es um die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Wahrnehmungen dessen, was Schonstett vereint oder auch trennt. 

Brisante Themen in Schonstett:

  • Offenheit und wahrgenommene Verschlossenheit
  • Bestehende Treffpunkte und die Notwendigkeit neuer Begegnungsmöglichkeiten im Alltag 
  • Wie kann die Vielfalt des Dorfes aktuell kommuniziert werden?
  • Wie können neue Zugezogene und Alteingesessene ins Gespräch kommen?
Aufeinander zugehen und sich näher kennenlernen - das A und O einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. 

Wichtige Sätze und Stichpunkte der Bürger:

  • Für eine Sache oder Idee einstehen
  • Festplatz als Ort der Begegnung, der von Leuten frequentiert wird und Treffpunkt für alle als Mittelpunkt 
  • Wunsch der Teilnahme an offenen Angeboten 
  • Heimat Schonstett: ein Ort, an dem sich Familien wohlfühlen - "Mia ham's schee da bei uns in Schonstett!"
  • Soziales Engagement mit der Bemühung, andere zu verstehen
  • Pflegen der Zwischenmenschlichkeit - Zusammengehörigkeitsgefühl
  • "Grüßkultur": in Schonstett treffen alle Menschen aufeinander, die offen für Neues sind
  • Mehr Busverbindungen und eine Web-Site für Mitfahrgelegenheit
  • Kennenlernen der Dorfkultur und gemeinsames Verändern
  • Zusammenhalt, Zusammenarbeit, Kompromisse
  • Dorfladen mit regionalen Produkten

In der Diskussionsrunde am Abend des 22. Novembers wurden noch keine schnellen Lösungen gefunden sondern zunächst die verschiedenen Standpunkte eingebracht und Spannungsfelder formuliert. Es wurden Leitfragen erarbeitet, die die beiden Moderatoren, Florian Wenzel aus Halfing und Dr. Christian Boeser-Schnebel, beim letzten Dorfgespräch konkretisieren wollen.

Unterschiedliche Perspektiven und der Austauch brisanter Themen in Schonstett standen beim zweiten Dorfgespräch im Mittelpunkt. 

Fragen der Bürger zur Vorbereitung des dritten Dorfgesprächs:

  • Wie kann man den Park mit Leben füllen?
  • Wie kann die Kommunikation in Schonstett verbessert werden?
  • Gibt es Beispiele von Dörfern, die das Kommunikationsproblem positiv gelöst haben?
  • Wie kann man Schonstetter begeistern, neue oder alte Aktivitäten zu beleben?
  • Wer ist bereit auch etwas zu tun?
  • Wie können wir die Ideen umsetzen und wo fangen die Bürger an?
  • Sind die Schonstetter bereit für Veränderung?
  • Wie ehrlich traut sich Schonstett zu sein?
  • Ist eine konstruktive Streitkultur möglich?
  • Wie geht es für die Bürger nach dem dritten Dorfgespräch weiter?
  • Wie kann das Dorfgespräch weiter geführt werden?
  • Wann und wie oft kann oder sollte man ein Dorfgespräch anregen? Einmal im Jahr oder alle paar Jahre?

Ausgehend von den konkretisierten Themen und wichtigen Leitfragen findet am Mittwoch, 13. Dezember, von 19 bis 22 Uhr im Speisesaal des Caritas-Heims in Schonstett das dritte und letzte Dorfgespräch mit dem konkreten Thema "Frische Ideen - Neue Wege" statt. Dort wird es dann darum gehen, zu entscheiden, welche Schritte in die Zukunft führen können und wie Gemeinde und Bürger sich dabei gegenseitig unterstützen können.

Ihre Meinung ist gefragt: 

mb/Florian Wenzel

Zurück zur Übersicht: Schonstett

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser