Schularbeiten im Plan

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Bürgermeister Hans Thurner und Architektin Maria Weig sind zufrieden mit dem Baufortschritt an der Obinger Schule, geregelter Schulbetrieb ist möglich, auch wenn noch nicht alle Arbeiten erledigt sind.

Obing - Zufrieden blickten Bürgermeister Hans Thurner und Architektin Maria Weig zu Beginn des neuen Schuljahres auf das Ergebnis der Sanierungsarbeiten an der Hauptschule.

Hier arbeiteten in den letzten Wochen bis zu 52 Handwerker täglich, um die umfangreichen Baumaßnahmen soweit abzuschließen, dass ein geregelter Schulbetrieb möglich ist.

Die umfangreichen Umbauarbeiten im Zuge der energetischen Sanierung mit den notwendigen Maßnahmen zum Brandschutz und zur Barrierefreiheit an der Hauptschule sind zum großen Teil abgeschlossen. Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm II und anderer Fördermaßnahmen können voll ausgeschöpft werden. Sowohl der veranschlagte Finanzbedarf als auch der geplante Zeitrahmen konnten eingehalten werden.

Für rund 3,5 Millionen Euro wurde das Hauptschulgebäude, dass in drei Bauabschnitten 1967, 1970 und 1994 errichtet wurde, grundlegend energetisch saniert und mit einer 16 Zentimeter starken Dämmung der Gebäudehülle und des Daches dem Passivhausstandard angepasst. Ein Teil der Fenster wurde erneuert, ein anderer nachgedichtet.

Einen besonderen Schwachpunkt stellte die Elektroheizung dar. Nach der Umstellung des Heizsystems auf einen Grundlastkessel mit Hackschnitzelbefeuerung fällt der Bedarf an Primärenergie auf ein Bruchteil des vorherigen Bedarfes. Dazu mussten allerdings im ganzen Schulgebäude Warmwasserleitungen neu verlegt und neue Heizkörper angebracht werden. An der Westseite wurden, auf Kellergeschosshöhe, der Hackschnitzelbunker und die Heizzentrale errichtet, die künftig die Grund- und Hauptschule, sowie die Sporthalle versorgen wird. Für die Anlieferung des Heizmaterials sind laut Thurner regionale Waldbauern vorgesehen.

Im Zuge der energetischen Sanierung der Beleuchtung wurde eine tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung in den Klassenzimmern mit Präsenzmeldern angebracht, um ein Einsparpotenzial von rund 50 Prozent zu erreichen. Die Beleuchtungskörper wurden mit neuesten energiesparenden Vorschaltgeräten ausgetauscht, die Beleuchtung in den Fluren wird über Bewegungsmelder gesteuert und auch die Beleuchtung in den WCs wurde ausgetauscht und über Präsenzregler geregelt.

Handlungsbedarf herrschte auch beim Brandschutz und bei der Barrierefreiheit des Gebäudes. Um den Anforderungen zu genügen wurden ein Aufzug über drei Ebenen und ein barrierefreies WC eingebaut. Treppeneinhausungen und Foyer-Abtrennungen, sowie die neuen Brandschutztüren entsprechen nun den geforderten Brandschutzmaßnahmen, ebenso wie die beiden Glaskörper, die die drei Gebäudeteile auf allen Geschossen nun miteinander verbinden und somit zwei Fluchtwege für jedes Klassenzimmer ermöglichen. Zusätzlich wurde ein Ausgang mit Steg errichtet und eine Brandschutzabschottung in den Installationskanälen vorgenommen.

Um für die Mittagsbetreuung und die offene Ganztagsschule mehr Raum zu gewinnen, wurde auf der Westseite über dem Eingangsbereich ein Cubus errichtet und die ehemaligen Garderoben zu einem Küchen- und Aufenthaltsbereich umgebaut. Mit Hochdruck wurde in den letzten Tagen dieser Trakt und auch alle Klassenzimmer weitestgehend fertiggestellt, auf Hochtouren geputzt und die Baustelle so gut es ging aufgeräumt. Alle noch anfallenden Arbeiten sollen laut Architektin Maria Weig nachmittags oder samstags stattfinden, damit der Schulalltag soweit als möglich unbeeinträchtigt bleibe.

Der begann nicht alltäglich: Mit einer Schultüte, gefüllt mit Hustenbonbons und anderen nützlichen Utensilien, die den Unterricht erleichtern, wurden die fünf neuen Lehrkräfte von den Konrektoren Thomas Schmitz und Simone Dörfler begrüßt. Im neuen Schuljahr werden 485 Schüler in 22 Klassen unterrichtet.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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