Sommerkonzert des Luitpold-Gymnasiums im Rathaussaal

Schulfamilie mit musikalischer Vielfalt

Eingespieltes Team mit Witz und Können - die Vokalgruppe, die in Eigenregie arbeitet mit Jamie Dyde, Stefan Keser, Maria Egger, Tobias Keser und Georg Neugebauer (von links).

Wasserburg - Das Luitpold-Gymnasium lud zu seinem Sommerkonzert in den Rathaussaal. Der war voll besetzt wie immer und Jakob Seitzl führte gewohnt munter durch den Abend.

Am Ende des fast dreistündigen Programms mit Hits wie "Proud Mary", Evergreens a cappella gesungen oder zum Beispiel einem Klavierstück, das ein Schüler selbst komponiert hatte, blieb dem Zuhörer ein gewaltiger Eindruck von der Vielfalt des musikalischen Angebots des Gymnasiums für seine Schüler.

Auf die Vielfalt des Programms hatte Schulleiter Peter Rink bei der Begrüßung hingewiesen und ein Zitat des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog hinzugefügt, dass Vielfalt der Gegensatz von Einfalt sei, was man weiß, was aber dieses Schulkonzert irgendwie mächtig bestätigte.

Was Irmgard Speckmeier mit ihrem Unterstufenchor einstudiert, Astrid Hofmann mit ihrer Vokalgruppe, Wydon Heron mit dem Orchester und natürlich Ernst Hofmann mit seiner Jazzband und den verschiedenen Vokalgruppen ist Musik, Musik Musik, man spürt (meist) den Spaß, den die Schüler haben, dass da Lehrer und Schüler gerne zusammenarbeiten und am Ende sogar noch mehr tun, als nur zu singen oder zu spielen, nämlich ihr Publikum auch noch zu unterhalten. Das passierte etwa bei "Du bist dran mit Spülen" von Wise Guys, wo sich Männer und Frauen gegenüberstehen und den Kampf der Geschlechter bei der täglichen Hausarbeit musikalisch austragen und am Ende dann tatsächlich sogar Schwämme ins Publikum fliegen.

Und wie unbeschwert und heiter wirkt etwa der Unterstufenchor beim Lied "Jetzt ist Sommer", wenn sich alle Chormitglieder die Sonnenbrille aufsetzen, wenn es heißt, "egal ob man schwitzt oder friert, es ist Sommer, denn Sommer ist, was in deinem Kopf passiert" - wie es doch passt zum verregneten Frühjahr und Frühsommer.

Es scheint so unkompliziert und ist doch so präzise und präsent, wenn die Vokalgruppe mit Jamie Dyde, Tobias und Stefan Keser, Georg Neugebauer und Maria Egger singt.

Zu hören waren diesesmal Musik von Ben.E. King, über die Beatles, Beach Boys, Abba bis zu Wise Guys. Aus diesem Rahmen fiel der Beitrag von Johanna Bufler (6a). Sie spielte zwei klassische Stücke, ein Rondo capriccioso von Mendelssohn und die Etüde "La Campanella" von Liszt. Der Vortrag der elfjährigen Jugendstudentin am Salzburger Mozarteum führte in eine andere Welt weit außerhalb des Schulbetriebs.

In den Programmrahmen passte die bluesige Eigenkomposition von Bertram Liebmann, die Ernst Hofmann als echte kompositorische Leistung würdigte. Auch er hatte eigens für seine Jazzband sich etwas ausgedacht, die dann zum Schluss in voller Besetzung das Publikum im Rathaussaal zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließ. vo

Quelle: rosenheim24.de

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