Lob für Schulsozialarbeit in Obing

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Ramona Buchner ist seit einem Jahr Schulsozialarbeiterin in Obing.

Obing - Das Schulklima hat sich in diesem Jahr spürbar verbessert. Das ist die Bilanz nach einem Jahr Schulsozialarbeit in Obing, die jetzt im Gemeinderat gezogen wurde.

Als notwendig und sehr erfolgreich schätzten sowohl Jugendsozialarbeiterin Ramona Buchner selbst wie auch Rektor Ludwig Bürger ihre Tätigkeit des ersten Jahres an der Volksschule Obing ein. Ein Beispiel: "Es gibt weniger Probleme mit Alkohol und Nikotin", so Bürger.

Träger der Jugendsozialarbeit an der Obinger Schule ist die gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration. Ihre Vertreterin Andrea Hirsch führte das auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Jugendsozialarbeit und Schule zurück, die sich unter anderem in der Teilnahme der Jugendsozialarbeiterin an Lehrerkonferenzen und wöchentlichen Lehrerteams äußere.

Ramona Buchner betreut im Auftrag des bayerischen Arbeits- und Sozialministeriums und des Landkreises Traunstein in 20 Wochenstunden die Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn der Obinger Hauptschule in Einzelberatungen und gemeinsamen Aktivitäten. Im Jahre 2009 führte die Sozialarbeiterin 51 Erstgespräche durch, denen 152 Folgeberatungen folgten: wegen Schulschwierigkeiten und Konzentrationsproblemen, fehlender Integration in die Klassengemeinschaft, wegen familiären Problemen und Schwierigkeiten beim Übergang ins Berufsleben.

Individuelle Beratungen der Schüler können nach Ansicht Ramona Buchners aber nur effektiv sein, wenn Eltern und Lehrer eingebunden werden können. Daher legte sie in dem ersten Jahr an der Obinger Hauptschule einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Bekanntmachung ihres Angebotes an Schüler, Eltern und Lehrer mittels persönlicher Vorstellung, Handzetteln und im Internetauftritt der Volksschule. Darüber hinaus stellte Ramona Buchner den Kontakt zu weiteren Anlauf- und Beratungsstellen im Landkreis her, wie der Familienhilfe, Suchtberatungsstellen und Psychologen.

Ein besonders enger Kontakt habe sich zum Obinger Jugendzentrum und dem Jugendbeauftragten der Gemeinde, Daniel Lebert, ergeben, berichtete Ramona Buchner, was in einer Reihe gemeinsamer Aktivitäten mündete. Unter anderem wurden als Ferienangebote eine Fahrt zur Go-Kart-Bahn nach Ampfing und eine in den Kletterwald in Prien organisiert.

Sozialarbeit an Schulen bedeute Prävention, erklärte Ramona Buchner, also Problemlagen frühzeitig dort aufzugreifen, wo sie entstehen. Daher mache sie neben den Einzelfallberatungen auch klassen- und zielgruppenbezogene Angebote, in denen es unter anderem um die Stärkung der Klassengemeinschaft gehe - auch durch außerschulische Aktivitäten.

Darüber hinaus widmete sich die Schulsozialarbeiterin intensiv der Präventionsarbeit zu speziellen Themen, im Jahre 2009 insbesondere zum sensiblen Umgang mit dem Suchtmittel Alkohol.

Zur Frage der Obinger Gemeinderäte, ob 20 Wochenstunden für ihr Aufgabengebiet ausreichten, erklärte Ramona Buchner, dass es noch eine Reihe von wünschenswerten Projekten gäbe, die unter den gegebenen Umständen arbeitsmäßig nicht zu bewältigen seien. Unter anderem habe sie mit den Jugendlichen den Bedarf für ein Schüler-Café festgestellt, wegen des zu erwartenden höheren Arbeitsaufwandes jedoch nicht weiterverfolgt. Auch wäre es durchaus sinnvoll, die Jugendsozialarbeit auf die Grundschule auszuweiten.

igr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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