Rathausfassade: Gemeinderat uneins

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Viele Diskussionen gab es um die Fassadengestaltung des neuen Rathauses, das sich momentan noch in der Rohbauphase befindet.

Schnaitsee - Während die Inneneinrichtung des neuen Rathaus beschlossen wurde, gestaltet sich die Außenfassade zu einer schweren Geburt.

Bei der Festsetzung der Ausstattung und der Außenansicht des neuen Rathauses standen bei der Sitzung im Gemeinderat einige schwere Geburten an. Besonders bei der Fassadengestaltung konnten an diesem langen Abend nicht alle Entscheidungen getroffen werden.

Dazu bemängelte Dr.Theo Danzl, dass die Details nicht weit genug im Vorfeld der Sitzungen bekannt seien: "Wir brauchen einfach früh genug klare Varianten für die einzelnen Abschnitte, die wir dann diskutieren und nach reiflicher Überlegung entscheiden können." Dazu kam von ihm der Vorwurf an das Planungsbüro, dass dieses nicht gut genug vorarbeite. "Jetzt sollen wir heute entscheiden, weil sonst die Zeit wegen der Ausschreibung zu kurz wird. Das geht einfach nicht."

Zu Beginn der Sitzung hatten Michael Mayer vom Planungsbüro Strasser die Fassadengestaltung und die Innenarchitektin Eva Neuhauser zusammen mit Roland Liegl vom Planungsbüro Liegl das Gestaltungskonzept für die Innenbereiche erklärt. Dazu konnten die Ratsmitglieder die Materialmuster begutachten. Die Stellungnahmen der Gemeinderäte ließen ahnen, dass ein Konsens schwierig werden würde, die Beschlüsse bestätigten das. Die graue Fassade wurde im Grundsatz so wie vorgestellt bei zwei Gegenstimmen beschlossen. Allerdings muss die Eingangstür nicht nur einflügelig, sondern auf Wunsch des Gremiums zweiflügelig ausfallen. Zudem soll das Gemeindewappen in die Glasfläche daneben eingearbeitet werden. Bei einer Gegenstimme stimmte der Rat für die französischen Balkone auf der Südseite. Keine Entscheidung fiel zum Lamellen-Sonnenschutz an der Westseite. Hier wurden zu hohe Folgekosten befürchtet.

Innen wurde bei zwei Gegenstimmen beschlossen, dass der Boden im Vereinsraum auch mit Industrieparkett ausgelegt wird. Nur vier Ratsmitglieder stimmten für durchgängiges Parkett im Obergeschoss. Hier wird jetzt der Gang mit Pflaster belegt.

Das Mobiliar soll nach dem Konzept der Innenarchitektin in weiß gehalten werden. Farbeffekte können bei den Accessoires und bei leicht auswechselbaren Elementen gesetzt werden. Die Türen zu Büros mit Publikumsverkehr werden mit Sichtfensterstreifen ausgestattet. Unter diesen Aspekten und kleinen Abänderungen wurde das Konzept befürwortet.

Bereits vergeben wurden die Installation des Aufzuges. Diese Arbeit wurde an die Firma Riedl aus Feldkirchen bei München für gut 36000 Euro vergeben. Die Sonnenschutzarbeiten wurden an die einheimische Firma Hartmann für knapp 18000 Euro vergeben.

Gemeinderat Sebastian Wagner regte an, dass nach Fertigstellung des Rathauses die Sirene wieder auf diese Gebäude verlegt wird. Das ist so geplant.

ju

Quelle: chiemgau24.de

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