Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung trafen sich

Erfolgreiches Seeoner Gespräch 2017

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Trafen sich zum Seeoner Gespräch 2017: v.l.n.r: Franz Winterer, Vorsitzender des Vorstands Seeoner Kreis e.V.; Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Chairman of the Advisory Council Unternehmensberatung Roland Berger GmbH; Bettina Oestreich, Geschäftsführerin Seeoner Kreis e.V.; Prof. Heinrich Köster, Präsident Hochschule Rosenheim; Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdL; Klaus Stöttner, MdL

Rosenheim/Seeon - Im November trafen sich zahlreiche Vertreter aus Wirtschaft, Politik und der Hochschule Rosenheim zum alljährlichen Seeoner Gespräch. Sie tauschten sich über die Entwicklung in der Region aus.

Jedes Jahr im November lädt der Seeoner Kreis e.V. seine Mitglieder sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Hochschule Rosenheim zum Seeoner Gespräch ein. Der Seeoner Kreis e.V. ist ein Zusammenschluss von Unternehmern im südostbayerischen Raum, der es sich zum Ziel gesetzt hat als Motor für das Zusammenspiel von Bildung und Wirtschaft zu arbeiten

Die Seeoner Gespräche, die dem Austausch von Wissen und der Vernetzung dienen sollen, fanden 2017 bereits zum 17. Mal statt. Thema in diesem Jahr war die Frage nach Strategien und Führungskompetenzen angesichts einer sich immer schneller verändernden Welt voller Ungewissheit. Nach der Begrüßung der Teilnehmer und Gäste, darunter Keynote-Speaker Prof. Dr. Burkhardt Schwenker, durch Franz Winterer, Vorstandsvorsitzender des Seeoner Kreis e.V., informierte Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster über Aktuelles aus der Hochschule Rosenheim. 

Immer mehr Studierende an der Hochschule Rosenheim

Die Zahl der Studierenden an der Hochschule steigt von Jahr zu Jahr, was u.a. den Bau eines Wohnheims in der Nähe zur Hochschule dringend notwendig macht. Auch die Einführung eines Semestertickets steht im Raum. Die positiven Entwicklungen zeigen sich auch am Campus Mühldorf und am Campus Burghausen, an beiden Standorten steigen die Studierendenzahlen und weitere Studiengänge befinden sich in Planung. 

Studieren jetzt auch virtuell möglich

Einen kurzen Überblick zur Qualität in der Lehre der Hochschule gab Vizepräsident Prof. Dr. Eckhard Lachmann, denn besonders, was die virtuelle Lehre betrifft, hat sich die Hochschule Rosenheim in den letzten Jahren eine Vorzeigeposition erarbeitet. Speziell die berufsbegleitenden Studiengänge haben ihre virtuellen Lehrangebote stark ausgebaut. Der noch neue Bereich „Studium+“ bietet außerdem allen Studierenden Lehrangebote über das Studium hinaus, etwa in Form von Bewerbungstrainings oder Sprachkursen. 

Auch Prof. Dr. Rudolf Bäßler, Leiter der academy for professionals (afp), informierte zum Thema Weiterbildung an der Hochschule, die zum Beispiel in Form von Zertifikatsprogrammen angeboten wird und besonders auf die Bedürfnisse für Teilnehmer aus der Wirtschaft zugeschnitten ist

Südostbayern oft eine "Vergessene Region"

Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdL, betonte in seinem Grußwort, dass Oberbayern nicht gleich Oberbayern sei und besonders Südostbayern manchmal als „vergessene Region“ im Vergleich zu den wirtschaftsstarken Großstädten vernachlässigt werde. Ein Zusammenschluss wie der Seeoner Kreis, bei dem die Wirtschaft Verantwortung übernimmt, trage deshalb einen wichtigen Teil zur Stärkung der Region bei, so Huber weiter. 

Ebenfalls ist und bleibt Weiterbildung ein zentrales Thema, wobei die Hochschule mit den Standorten Mühldorf und Burghausen mit der Erschließung neuer Kreise an Studierenden zeigt, dass die Regionalisierungsstrategie großen Sinn macht

"Führung in einer Welt voller Ungewissheit"

Keynote-Speaker Prof. Dr. Burkhard Schwenker, Chairman of the Advisory Council der Unternehmensberatung Roland Berger GmbH, sprach in seinem Vortrag zum Thema „Führung in einer Welt voller Ungewissheit“. Können Strategien in einer Welt, die sich schneller und schneller verändert, überhaupt noch angewendet werden und wie funktioniert Führung in Zeiten großer Ungewissheit, in denen die Sehnsucht nach Sicherheit steigt? 

Schwenker plädiert dafür, nicht dem Mainstream nachzulaufen, sondern für die eigene Meinung einzustehen. Ungewissheit mache Planungen zwar schwierig, denn Instrumente, auf denen Entscheidungen basieren, sind so oft nicht mehr anwendbar. Dennoch sei es nicht sinnvoll, deshalb komplett auf Strategien zu verzichten, denn diese geben ein Denkgerüst. Allerdings müssen Strategien – so wie sie bekannt sind – weiterentwickelt werden, um auch in ungewissen Zeiten zu funktionieren. 

Führung solle mutig und optimistisch mit Veränderungen umgehen

Schwenkers Fazit an die Teilnehmer lautet, dass seiner Meinung nach Führung in Zeiten voller Ungewissheit dann gut ist, wenn sie bewusst, offen, kritisch, mutig und optimistisch mit veränderten Situationen umgeht. Es dürfe aber auch die Reflexion der Zukunft nicht aus den Augen gelassen werden. Raum zu schaffen, in dem die Analyse, die Theorie und das Nachdenken wertgeschätzt und gefördert werden, sieht er als eine Aufgabe der Hochschulen. In der anschließenden Diskussion und Fragerunde stellte sich Prof. Dr. Schwenker den Fragen der Teilnehmern. 

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Hochschule

Bei einem kleinen Gespräch über Forschung und Entwicklung zwischen Prof. Dr. Peter Niedermaier, Vizepräsident und Leiter des Bereichs Forschung und Entwicklung, und Franz Winterer, Vorsitzender des Vorstands des Seeoner Kreis e.V., wurde dargestellt, wie das Zusammenspiel des Bereichs Forschung und Entwicklung der Hochschule und den Unternehmen der Region funktionieren kann, etwa in Form von Auftragsforschung oder Promotionsarbeiten, deren Impulse häufig aus der Wirtschaft kommen

Drei Säulen benannte Prof. Dr. Niedermaier, mit denen die Hochschule Unternehmen bei Zukunftsthemen und Innovationen unterstützen kann; die Lehre, die Nachwuchskräfte ausbildet, den Bereich Forschung und Entwicklung, der Wissen für Unternehmen verfügbar macht und den Wissens- und Technologietransfer. 

Studie soll Innovationstätigkeit der Unternehmen zeigen

Wie es aktuell konkret um die Innovationstätigkeit der Unternehmen in der Region bestellt ist, möchten Prof. Dr. Brigitte Kölzer, Hochschule Rosenheim und Bettina Oestreich, Geschäftsführerin des Seeoner Kreis e.V., in Form einer Studie herausfinden, die sie beim Seeoner Gespräch vorstellten. Die Ergebnisse und Auswertung der Studie werden im Sommer 2018 erwartet

Bei der finalen Zusammenfassung des Tages betonte Bettina Oestreich wie einzigartig der Zusammenschluss Seeoner Kreis e.V. ist und welche wichtigen Netzwerke zwischen der Hochschule Rosenheim, Wirtschaft und Politik dadurch gepflegt werden.

Pressemeldung Fachhochschule Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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