Seifenkistenrennen am Wernhardsberg

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Weder an Mut noch an Einfallsreichtum mangelte es den Teilnehmern des Seifenkistenrennens am Wernhardsberg.

Wernhardsberg - Mut bei der Abfahrt und Kreativität beim Gefährt waren beim Seifenkistenrennen gefragt. Wir haben die schönsten Bilder zum lustigen Rennspaß!

Ohne Nervenstärke ging beim Seifenkistenrennen gestern in Wernhardsberg nichts. Gemeldet waren 30 Teilnehmer. Nicht alle kamen am Schluss heil im Ziel an.

Kein Wunder, bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h kamen manche der abenteuerlichen Gefährte von der Strecke ab, was für einige Fahrzeuge auch Totalschaden bedeutete. Für die tollkühnen Piloten blieb es bei Hautabschürfungen und blauen Flecken.

Seifenkistenrennen am Wernhardsberg - Teil 1

Seifenkistenrennen am Wernhardsberg - Teil 1

Nachdem das Rosenheimer Seifenkistenrennen am Wernhardsberg im Vorjahr aufgrund anhaltenden Regens ausfiel, zeigt sich das Wetter für die achte Auflage dieses Rennens vom Stadtjugendring gestern von seiner besten Seite. Rund 1000 Schaulustige fanden trotz der Konkurrenzveranstaltung in Singapur, wo Sebastian Vettel zu einem weiteren Saisonsieg raste, ihren Weg zu der etwa 650 Meter langen Rennstrecke bei Westerndorf St. Peter, darunter auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Bürgermeister Anton Heindl. Die beiden gaben den Startschuss. Für die humorvolle und unterhaltsame Moderation sorgte Michael Städtler vom Stadtjugendring und für den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung brachten sich über 100 ehrenamtliche Helfer mit ein.

Die Wertungsläufe starteten erst nachmittags, doch bereits um 8 Uhr trafen die ersten Teilnehmer ein, um sich mental und körperlich aufs Rennen vorzubereiten. Selbst "Werksspionage" wurde betrieben, wie einer der Seifenkistenpiloten zugab.

Die jüngsten Fahrer waren gerade einmal acht Jahre alt. An Tapferkeit und Mut mangelte es aber auch ihnen nicht. Mit wildentschlossener Miene "stürzten" sich einige den Hang hinunter und meisterten Kurven und eingebaute Schikanen ohne größere Probleme. Andere Kinder ließen es vorsichtiger angehen - und landeten trotzdem am Schluss nicht immer im Ziel, sondern manche auch im Gras.

Seifenkistenrennen am Wernhardsberg - Teil 2

Seifenkistenrennen am Wernhardsberg - Teil 2

Einheitliche Verhaltensregeln ließen sich also nicht aufstellen. Es gehörte eben auch eine Portion Glück dazu. Außerdem zählte dann auch noch der Zustand der Gefährte. Technisch hatten da viele so einiges zu bieten. Ein paar der Fahrer setzten auf extra breite und griffige Reifen. Maximilian gab mehr auf eine gut funktionierende Lenkung. Der Zehnjährige legte einige gute Wertungsläufe hin. Gebaut wurde seine Seifenkiste vom Papa. "Dafür habe ich schon gute drei Monate gebraucht", berichtet dieser. Auf das Aussehen ihres Gefährts legten die beiden Kolbermoorer eher weniger Wert. Dafür waren ihnen Lichteffekte und eine laute Hupe umso wichtiger, um bei den Zuschauern Aufsehen zu erregen.

Rudolf Maierhofer aus Altötting feierte am Vortag des Wettkampfs seinen 70. Geburtstag und trat damit beim Seifenkistenrennen als ältester Teilnehmer an. Am Schluss erwies er sich auch als der schnellste. Seine Zeit konnte in keiner der vier Klassen unterboten werden. In der "Lumpenklasse" belegte er am Schluss Rang 1, dicht gefolgt von Nikolaus Wagenstetter und Peter Rohr.

Die Klasse der "Grufties" geht von 16 bis 99. Sie unterscheidet sich von der Lumpenklasse dadurch, dass neben den Sicherheitsvorschriften auch alle anderen für diese Sportart gültigen Bestimmungen eingehalten werden. Auf dem Siegerpodest landete Josef Weiss vor Leonhard Vogt und Johannes Magerl.

Bei den "Teenies" traten nur zwei "Piloten" an. Sebastian Huber siegte schließlich vor Max Strohmeier. Bei den "Kids" gewann Thomas Kögl vor Dominik Graf und Carlos Kamior.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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