Innere Hemmschwellen überwinden

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Amerang - Gut ein Dutzend ehrenamtliche Helfer gibt es bereits in Amerang, die sich in der Seniorenarbeit engagieren. Der Ameranger Helferkreis zur Seniorenarbeit will seine Angebote und Dienste vertiefen.

Jetzt trafen sich die Ehrenamtler zu einem Erfahrungsaustausch mit Bürgermeister Gust Voit und der Senioren- und Behindertenbeauftragten Sonja Herbst im Rathaus. Wichtigste Voraussetzung dafür, dass die Angebote noch besser angenommen würden, sei der Abbau von inneren Hemmschwellen, zeige sich Sonja Herbst überzeugt. Andererseits sei die bisher eher geringe Nachfrage bei den Senioren nach den bestehenden Angeboten in der Gemeinde auch ein gutes Anzeichen dafür, dass die Nachbarschaftshilfe im Dorf gut funktioniere. Aufgabe der Kommune sei es, so erläuterte der Bürgermeister, "auf die künftige Situation der Menschen hier vor Ort konkret einzugehen und der Alterspyramide gerecht zu werden". Denn die Senioren und Behinderten würden eine bedeutende Bevölkerungsgruppe darstellen. Darum sei die Vernetzung mit anderen Gruppen und die "Hilfe zur Selbsthilfe" eine vorrangige Aufgabe.

Umfangreich ist die Liste der Angebote und Dienste, die es jetzt schon in der Gemeinde gibt oder die nun vom Helferkreis vorgeschlagen wurden. Dazu zählen unter anderem Begleitung bei Behördengängen und Arztbesuchen, handwerkliche Hilfe, Schneeräumen, Spaziergänge, Rasenmähen, Grabpflege, Brett- und Kartenspiele daheim oder Singen im Altenheim. Angeregt wurden auch Seniorenstammtische, Spielnachmittage oder Seniorentanz. Kontakte könnten mit bestehenden Gruppen hergestellt oder Aktivitäten vertieft werden, zum Beispiel mit der Frauengemeinschaft, den Handarbeitsfrauen, der Landjugend oder den Seniorennachmittagen.

"Wir sollten nicht nur danach fragen: Was wird gewünscht?, sondern den Senioren und Behinderten eine Palette an Angeboten vermitteln", schlug Sonja Herbst vor. Der Helferkreis war sich einig: Barrieren zu überwinden, bedeute vor allem, die weit verbreiteten magischen Altersangaben "ab 80" abzubauen, sodass sich Senioren auch "mit 65" angesprochen fühlen würden. Freilich sei ein Umdenken nötig, damit auch der "Seniorenteller" beim Wirt künftig als "kleines Gericht" von jedem bestellt werden könne.

Kontaktaufnahme mit Sonja Herbst ist unter der Telefonnummer 08075 / 414 oder bei Agnes Weinmann aus der Gemeindeverwaltung, Telefon 08075 / 919713 möglich.

mpa/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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