Es tut sich nichts beim Schlossturm

Haag - "Das ist absolut traurig", so Vorsitzender Gerhard Kramer zum Thema Haager Schlossturm bei der Hauptversammlung des Geschichtsvereins "Reichsgrafschaft Haag".

Das Museum bleibt zum Bedauern der Mitglieder nach wie vor geschlossen. Zum Sorgenkind des Geschichtsvereins, den Haager Schlossturm, meinte der Vorsitzende, er sehe wenig Interesse für das Haager Wahrzeichen, "es tut sich gar nichts". Die Politiker würden bloß reden. Die Ausstellungsgegenstände des Museums blieben ausgelagert. Der größte Wunsch der Mitglieder sei, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Obwohl nun das Hauptobjekt des Vereins unbenutzbar ist, soll in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, dass Geschichte betrieben wird. Dazu nimmt Vereinsgründer Rudolf Münch wieder eine Vortragsreihe zur Haager Geschichte in Angriff. Vorsitzender Gerhard Kramer setzt seine Abende zur deutschen Geschichte fort.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Rückblick im Rahmen einer Dia-Schau. Mit neun Vorträgen trat der Verein an die Öffentlichkeit. Themen dabei waren die Haager Eisenbahnlinie, Deutschland vor 20 Jahren, die Kunstmaler im Haager Land, die Römerfunde um Haag, die deutsche Weinstraße und das Kloster Attel.

Im Gesellschaftlichen beteiligte sich der Geschichtsverein am Straßenfest und am Herbstfesteinzug. Als Ziel für den traditionellen Ausflug wählte man heuer die Fuggerstadt Augsburg.

Zum Jubiläum des Marktes Kraiburg trat die Tanzgruppe "Saltandi Hagensis" auf. Zum Jahrtag mit Totengedenken leisteten sich die Mitglieder nach Gerhard Kramer "den Luxus einer eigenen Messe in der Pfarrkirche" mit Pfarrer Heinz Prechtl und musikalischer Begleitung. Die Stiftsmesse in Kirchdorf mit Prunkmesskelch wurde schließlich zum 21. Mal gefeiert. Im Anschluss daran habe man den Haager Grafen in der Krypta die Referenz erwiesen.

Als Höhepunkt bezeichnete Kramer schließlich die Ausführungen des Kreisheimatpflegers Ferdinand Steffan zum Kloster Attel.

Die besondere Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft würdigte Kramer mit Stellvertreter Hubert Sailer an Josef Huber und Josef Sax. Nachgereicht wird die Ehrung Robert Morawietz, Jakob Schwimmer und Hermine Schwimmer. Die Auszeichnung für besondere Verdienste ging mit einem Südtiroler Geschenkkorb an Irmgard Heinrich.

Im Jahresprogramm 2011 sind zehn Vorträge von Rudolf Münch, Gerhard Kramer und Salome Heilmaier geplant, unter anderem über die Gurren, die Einnahme von Burgrain, den Spanischen Erbfolgekrieg und den Alten Fritz. Über die Eiszeit "rund um Haag" referiert der Geologe Dr. Johann Wierer. xy

Quelle: rosenheim24.de

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