Sicherheit der Kinder soll Priorität haben

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Zu schnell gefahren wird vor der Schule, war der Schnaitseer Gemeinderat überzeugt. Er sucht nach Abhilfe.

Schnaitsee - Bei der Gemeinderatssitzung in Schnaitsee stellte Christian Hinterholzer vom gleichnamigen Ingenieursbüro die neue Planung im Bereich von Schule und Sportplatz vor.

Danach wird der Gehweg jetzt klar vom Sportgelände durch eine Hecke abgegrenzt. Trotz negativer Resonanz der Behörden bei der Verkehrsschau soll weiterhin ein Zebrastreifen zur Überquerung der Straße für die vielen Kinder behilflich sein. Bei dieser Angelegenheit will der Rat nicht lockerlassen. "Die Sicherheit unserer Kinder hat absolute Priorität."

Zudem soll am Ortseingang ein festes Geschwindigkeitsmessgerät angebracht werden und auf der Fahrbahn große 30er-Begrenzungen aufgemalt werden. Auch ein Blinklicht und der Einsatz von Schülerlotsen solllen für mehr Sicherheit sorgen.

Wie wenig sich bisher die Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten, zeigten die Radarkontrollen, bei denen zahlreiche Autofahrer zur Kasse gebeten wurden. Diese Kontrollen sollen auch in Zukunft öfter in unregelmäßigen Abständen durchgeführt werden. "Wer sich nicht an die Begrenzung hält, muss halt die Folgen tragen", hieß es im Rat.

Unstimmigkeit herrschte beim Fahrbahnteiler am Ortseingang. Dieser wurde am Ende knapp mit acht zu sieben Stimmen abgelehnt, da er, so die Gegner, breit genug sein müsste für große Fahrzeuge, dann aber wieder keinen Grund zur Tempoverminderung darstelle. Einstimmig wurde dann am Ende diese weitere Vorgehensweise mit den dargelegten Zielen beschlossen.

Im Zuge der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes für den Landkreis Traunstein ist im Bereich der Staatsstraßen die Errichtung eines Kreisverkehrs in der Kreuzstraße bei Schnaitsee in der Dringlichkeitsbewertung sehr weit vorne angesiedelt. Nun kann in den nächsten ein, zwei Jahren mit der Verwirklichung gerechnet werden, hieß es im Gemeinderat. Auch auf die Verschwenkung der Kreuzung östlich von Harpfing kann wohl in den nächsten Jahren gerechnet werden. Damit würden zwei neuralgische Punkte im Gemeindegebiet entschärft.

Der Rat beschloss, seine Prioritätenliste, aufgestellt im Oktober 2008, beizubehalten. Der Wunsch zur Aufstufung der Straße von Mantelsham nach Wabach wird zurückgezogen. Aber auch die Abstufung der Kreisstraße von Schnaitsee nach Waltlham wird abgelehnt.

Bisher liegen die Anwesen Kollmannstraße 1 und 3 in Waldhausen im planungsrechtlichen Außenbereich. Im Zusammenhang mit der laufenden Bauangelegenheit für eine Ersatzbebauung wird eine Änderung dieses Bereiches in ein Dorfgebiet angestrebt. Grundsätzlich steht der Rat dieser Änderung positiv gegenüber. "Dadurch kann wieder ein vernünftiges Gebäude entstehen", findet das Gremium.

Insgesamt gingen aus der Bevölkerung sieben Namensvorschläge für die Ortsstraße im Bereich des Baugebietes "Pfarrhofstraße" ein. Alle Ratsmitglieder waren sich einig, dass der Name einen örtlichen Bezug haben sollte. Drei Namen widmeten sich dem Ehrenbürger Alois Becher. Nach ihm soll aber in einer späteren Sitzung eine markante Straße im Ortsbereich umbenannt werden. So blieb nur noch der "Stummerweg". Beim "Stummer" war der Hausname des anliegenden Anwesens. Ohne Gegenstimme wurde dieser Name bestimmt.

ju/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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