Gemeinderat: Grundsätzliches Ja für Solarpark

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Griesstätt - Bekommt die Gemeinde schon bald seinen ersten Solarpark? Der Gemeinderat war in seiner jüngsten Sitzung grundsätzlich einverstanden.

Griesstätt - Die Bauvoranfrage von Stephan Hubert sieht vor, südlich des Ortskerns auf einem von zwei Kiesgruben sowie der Umgehungsstraße eingerahmten Grundstück großflächig Solarmodule zur Stromgewinnung am Boden aufzustellen. "Die Nachfrage nach erneuerbaren Energien wird in Zukunft noch weiter ansteigen, so dass wir uns auch in unserer Gemeinde mit dem Thema zu beschäftigen haben", meinte Bürgermeister Franz Meier.

Keine erwartbaren Beeinträchtigungen für Anwohner und Umgebung sah Alois Maier und bekundete sein Einverständnis mit dem Vorhaben. Ob die landwirtschaftlichen Flächen außerhalb des Solarparks nach dessen Errichtung weiter bewirtschaftet werden, wollte Michael Kaiser wissen. "Außerdem sollten wir uns hier in der Region erst einmal direkt vor Ort anschauen, wie eine solche Anlage aussieht und wie hoch die Module aufgestellt werden", regte er an. Siegfried Maier lobte das Projekt und betonte, dass die Energiewende auch in der Gemeinde Griesstätt möglich sein müsse. "So ein Solarpark ist mir da hundertmal lieber als dutzende weitere Biogasanlagen."

Jakob Ametsbichler warf ein, dass künftig noch mehr Anlagen dieser Art zu erwarten seien. "Wenn wir jetzt einer zustimmen, dann kommen wohl viele andere nach und es werden zusätzlich landwirtschaftliche Flächen verbraucht." Rupert Kaiser merkte an, dass bei einer Genehmigung des Vorhabens die Grundsätze und Richtlinien der Regionalplanung berücksichtigt werden müssten. "Ich bin aufgeschlossen für einen Solarpark, möchte aber vorher gerne wissen, wie dann die Anbindung an das örtliche Stromnetz erfolgt", sagte Martin Fuchs.

Da es sich um eine unverbindliche Bauvoranfrage des Antragstellers handelte, um die Meinung der Gemeinderäte einzuholen, musste kein abschließender Beschluss gefasst werden. "Wir halten jedoch fest, dass der Gemeinderat grundsätzlich für die Errichtung des Solarparks ist", betonte Bürgermeister Franz Meier. Das Gremium werde demnächst eine bereits bestehende Anlage besichtigen und anschließend müssten die rechtlichen Grundlagen geprüft, die zuständigen Behörden kontaktiert und die Baupläne mit dem künftigen Betreiber im Vorfeld besprochen werden.

Zusätzlich hatte der Gemeinderat noch zwei Bauanträge zu behandeln. Das Vorhaben von Josef Linner, in der Kirchmaierstraße ein Einfamilienhaus mit Garage zu errichten, wurde einstimmig angenommen. Kanalprobleme müssen vorher aber geklärt werden.

Der beantragten Nutzungsänderung von Barbara Inninger für Ausstellungs- und Lagerflächen in eine Betriebsleiterwohnung mit Büro in Obermühl gab der Gemeinderat sein Einvernehmen ebenfalls ohne Gegenstimmen.

Chiemgau Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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