Bürgerbegehren gestoppt

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Hier soll sie gebaut werden, die Brücke über die Bahnlinie Mühldorf-Wasserburg.

Soyen - Es gibt keinen Bürgerentscheid zum Brückenbau über die Bahn in Soyen. Die Initiatoren haben sich entschieden, das Verfahren nicht weiter zu betreiben.

Bürgermeister Karl Fischberger ist spürbar erleichtert: Die Vertreter der Initiative aus Mühlthal teilten ihm jetzt offiziell mit, dass sie die Unterschriften für ihr laufendes Bürgerbegehren nicht vorlegen werden. Wie berichtet hatten die Mühlthaler einen Bürgerentscheid darüber erreichen wollen, ob die Brücke gebaut werden soll. Sie selbst hatten die Position eingenommen, dass ein Ausbau des Bahnübergangs Hörgen völlig ausreichend wäre.

Nachdem es dazu eine Bürgerversammlung mit Diskussion der Positionen gegeben hatte, nahmen sich die Initiatoren drei Wochen Zeit. "Obwohl wir immer noch einige Fragezeichen sehen, beispielsweise zu den Kostenschätzungen, haben wir jetzt so entschieden", so Helga Hundschell, offizielle Vertreterin der Initiative. Man schätze die Stimmung so ein, dass es in Soyen eine Tendenz für die Brücke gibt. "Die Unterschriften hätten für einen Bürgerentscheid leicht gereicht. Aber wir glauben jetzt, dass wir durch die Mitwirkung bei der Planung vielleicht mehr erreichen können."

Die Brückenpläne sind derzeit im Rathaus einsehbar. Offiziell wird das Planfeststellungsverfahren wohl im September oder Oktober beginnen. Dann gibt es noch einmal eine vierwöchige Enwendungsmöglichkeit.

Bürgermeister Fischberger findet es bei aller Verpflichtung zu Neutralität "gut, dass es jetzt so läuft." Er hatte schon immer auf die Mitwirkungsmöglichkeiten im offiziellen Verfahren hingewiesen. "Es wäre wirklich schade gewesen, wenn jetzt, wenn nach fünf Jahren Vorarbeit die Planung fertig ist, ein Bürgerentscheid wieder Unsicherheit und Verzögerungen gebracht hätte."

Die Mühlthaler hoffen nun allerdings, dass sie nicht nur auf dem offiziellen Weg beteiligt werden, sondern vielleicht etwas direkter ihre Anliegen einbringen können. Die Unterschriftenlisten werden sie vernichten.

Was bleibt, ist ein Stück Demokratie-Erfahrung in Soyen, für die Initiatoren des Begehrens nicht ganz ungetrübt. "Ich verstehe die Positionen aller Parteien. Aber wir haben uns nicht immer ganz verstanden gefühlt. Für Einige war es scheinbar schon ein Kapitalverbrechen, einen Bürgerentscheid anzustreben", so Helga Hundschell.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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