Bürgerversammlung: Zahlen & Menschen im Blick

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Gutes Team: Geschäftsleiter Georg Machl und Bürgermeister Karl Fischberger
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Soyen – „In Soyen nehmen die Frauen überhand“ witzelte Bürgermeister Karl Fischberger bei seinen Ausführungen und dem Rückblick in der Bürgerversammlung. Wie kam es zu diesem Satz?

Die Zahlen liegen ihm, doch auch der Zugang zu den Menschen seiner Gemeinde scheint hervorragend zu sein. Bürgermeister Karl Fischberger zeigte sich erfreut, dass zur Bürgerversammlung so viele Interessierte gekommen waren. Es gab schöne, tragische und wichtige Ereignisse, auf die die Gemeinde Soyen im letzten Jahr zurückblicken konnte. Unter anderem die Wiederwahl Fischbergers zum Gemeindeoberhaupt und der Wahl des Gemeinderates. „In der Gemeinde Soyen gab es 2014 29 Geburten, Soyen zeigt sich durchaus gut aufgestellt beim Nachwuchs“ heißt es von Fischberger.

Ein Lächeln kam dem Rathauschef aus, als er berichtete, dass auch in diesem Jahr bereits einige Geburten verzeichnet werden konnten, darunter sogar zwei Zwillingspärchen. Außerdem falle es auf, dass die traditionellen Namen wieder in Mode kämen. „Das erste Baby, das 2015 in Soyen erstgemeldet wurde, heißt tatsächlich Karl, aber es hat mit mir nichts zu tun und die Eltern, die erst kürzlich hergezogen sind, wussten gar nicht, dass ich so heiße“ kam es Fischberger über die Lippen. Er erläuterte die vermeintlichen Gründe der relativ hohen Zahlen an Sterbefällen im Gemeindegebiet Soyen, der durch die Anteile der Sterbefälle in den örtlichen Pflegeheimen zu erklären sei. Im Jahr 2014 jedoch gab es auch ohne Anteile der Pflegeheime eine erhöhte Anzahl an Sterbefälle, was auch Bürgermeister Fischberger nachdenklich stimmen ließ. So sei auch ein Gemeinderat ums Leben gekommen, erinnerte der Rathauschef.

Tradition? 13 Hochzeiten jährlich

Die Eheschließungen könnten freilich mehr sein, aber immerhin würden sich auch in der heutigen Zeit Paare das Ja-Wort in Soyen geben, heißt es von Karl Fischberger. In den vergangenen Jahren habe sich die 13 als Glückszahl erwiesen. „In den Jahren 2008 sowie 2010 und auch im Jahr 2014 gab es jeweils 13 Eheschließungen“.

Viele Bürger informierten sich.

Innerhalb der vergangenen sechs Jahre, also zwischen 2008 und 2014 wuchs Soyen um 201 Personen. Wegzug und Zuzug gebe es jedes Jahr, doch die Entwicklung der Bevölkerung sei zufriedenstellend. „Der Landkreis Rosenheim ist allgemein von den Bürgerzahlen in steigender Tendenz, obwohl es bayernweit ansonsten in vielen Gemeinden eher rückläufige Bürgerzahlen gibt“. Soyen habe viele Meldungen von Nebenwohnsitzen, die mit Hauptwohnsitz gemeldeten Bürger belaufen sich auf 2815. Nebenwohnsitz wurde von 152 Bürgern angemeldet, insgesamt könne Soyen also auf dem Papier 2967 Einwohner aufweisen. „In den vergangenen Jahren haben sich weibliche und männliche Bürger ungefähr die Waage gehalten, doch im Jahr 2014 setzten sich die weiblichen Bürger durch, man könnte frech behaupten, die Frauen nehmen in Soyen überhand“, lachte Fischberger. Die anwesenden Damen nahmen es dem Gemeindeoberhaupt nicht übel, witzelten mit und zeigten sich von den Daten, Fakten und Zahlen beeindruckt.

Im Jahr 2014 waren 1490 Frauen und 1477 Männer gemeldet, und auch die Anzahl der Kinder wurde den gekommenen Bürgern in Altersgruppen unterteilt aufgelistet.

So waren in der Altersgruppe von 0 bis 3 Jahren 114 Kinder in Soyen daheim, 76 Kinder gab es 2014 im Alter zwischen 4 und 6 Jahre. Die Altersgruppe der Sieben bis Fünfzehnjährigen war mit 228 Kindern gut vertreten. 36 Prozent der Kinder nutzen das gemeindliche Angebot an Mittagsbetreuung.

Zahlen für und von Soyen

Wie steht es um die Gemeindekasse und wie gliedern sich die Ausgaben? Im Fokus der Aussagen und Erläuterungen von Bürgermeister Karl Fischberger Haushalt, Einnahmen, Ausgaben. Darunter auch die Kreisumlage. „Eine stattliche Summe an Ausgaben haben wir durch die Schülerbeförderung“ heißt es von Fischberger. Gesamt komme ein Betrag von gut 130.000 Euro zustande, der Gemeindeanteil von etwas mehr als 94.000 Euro sei im Jahr 2014 von der Kommune zu leisten gewesen.

Das Gemeindeoberhaupt erläuterte viele der im vergangenen Jahr begonnenen und abgeleisteten Projekte, Bauvorhaben und gab die Steuerkraft-Entwicklung bekannt. Im Jahr 2014 erzielte die Gemeinde ein Steueraufkommen je Bürger in Höhe von 594 Euro. Für 2015 werde ein Steueraufkommen in Höhe von 602 Euro je Bürger erwartet, heißt es in der Bürgerversammlung. Die Kreisumlage lag 2014 bei mehr als 900.000 Euro. Anhand von vielen Beispielen, wie sich Soyen 2014 entwickelt habe und welcher Blick in die Zukunft zu wagen sei, schloss Bürgermeister Karl Fischberger die Bürgerversammlung und ermutigte die Bürger, sich bei Anliegen an die Gemeinde zu wenden. Besondere Betonung auch der irgendwie schon „ewig“ vorhandene Wunsch einer neuen Brücke sowie der leidige Verlauf der Errichtung des Funkmasten in Koblberg. „Leider kann man dagegen nichts mehr machen, aber wir wurden witzigerweise gefragt, welche Farbe der Masten haben soll, jetzt ist er eben grün“, so Fischberger abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

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