Zukunft für Bahnhofsareal in Soyen 

Auf Abriss folgt Umgestaltung 

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Das alte Bahnhofsareal in Soyen soll neu gestaltet werden. Als erstes steht der Abriss des Gebäudes an. 
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Soyen - Das alte Bahnhofsgelände soll modernisiert und neu gestaltet werden. Obwohl noch keine konkreten Pläne vorliegen, schweben der Gemeinde bereits einige Möglichkeiten vor. 

Groß war die Aufregung im November 2017, als in einer Nacht- und Nebelaktion zahlreiche Bäume am Bahnhofsareal in Soyen weichen mussten. Praktisch über Nacht wurden die über 100 Jahre alten Bäume gefällt - zum Entsetzen vieler Bürger. 

Damit sich solch plötzliche Überraschungen in Zukunft nicht wiederholen, möchte Bürgermeister Karl Fischberger die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes "Hand in Hand" mit dem Privateigentümer, Bauunternehmer Jürgen Hinmüller, angehen. Der sei den gemeinsamen Plänen nicht abgeneigt, wie er im Gespräch mit wasserburg24.de im November nach der Baumfällaktion erklärte: "Die Zukunft wird gemeinsam mit der Gemeinde, dem Bürgermeister und dem Architekten, der für die Dorfgestaltung zuständig ist, entschieden." 

Noch keine präzisen Pläne 

Lediglich der Bahnhof befinde sich in privater Hand, das rund 8000 Quadratmeter große Areal rundherum sei, so Fischberger, gemeindeeigener Grund. Und das wolle man im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms umgestalten. 

Als erster Schritt werde im Laufe des Jahres der Abriss des Bahnhofsgebäudes erfolgen. "Es ist alt und sanierungsbedürftig, ein Neubau erschien uns hier am plausibelsten", sagt Bürgermeister Fischberger. Der Eigentümer werde dann ein neues Gebäude errichten lassen, konkrete Entwürfe dazu gebe es jedoch noch nicht und auch das Landratsamt müsse noch grünes Licht erteilen. 

Die Gemeinde Soyen plant indes, das Areal rund um den Bahnhof komplett umzugestalten - auch wenn Fischberger zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine präzisen Pläne vorzeigen könne. Aufgrund des Breitbandausbaus habe die Zukunft des Bahnhofsgeländes hinten anstehen müssen. Nachdem der Glasfaserausbau in Soyen aber beinah vollständig abgeschlossen sei, könne sich die Gemeinde nun dem Bahnhofsareal widmen. 

"Wir wollen in engem Austausch mit den Anwohnern agieren. Es sollen auf jeden Fall Wohnungen enstehen sowie eine Park & Ride-Anlage für Pendler." Fischberger könne sich zudem beispielsweise eine E-Bike-Tankstelle vorstellen und eine kleine ins Ortsbild einfügende Parkanlage mit Bänken, die zum Verweilen einladen. "Das ist aber alles noch Zukunftsmusik", stellt der Bürgermeister abschließend klar. "Bis ein Großprojekt wie dieses realisiert werden kann, geht noch einige Zeit ins Land". 

mb

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