Soyener fragen, Gemeinde antwortet  

Warum geht in punkto schnelles Internet nichts voran? 

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Soyen - Die Drähte glühen - aber leider nicht unter der Erde in Form von schnellen Datenleitungen, sondern bei den Bürgern. Wer trägt Schuld daran, dass das schnelle Internet noch immer nicht bei allen Soyenern angekommen ist? Fünf Fragen der Bürger an die Gemeinde: 

Kaum ein Tag vergeht ohne Beschwerden bezüglich des lahmen Netzes. Das schnelle Internet war vor Monaten angekündigt worden, etliche Haushalte sind aber noch immer nicht angeschlossen. Von 361 Anschlüssen wurden bis jetzt gerade mal 144 in der Gemeinde realisiert. Auf der Bürgerversammlung in Soyen war der Breitbandausbau bestimmendes Thema, da es bei den Anschlüssen immer noch gravierende Probleme gibt. Der Affront um das Internet hat bereits eine eigene Facebook-Gruppe ins Leben gerufen, auf der sich die verärgerten Soyener regelmäßig Luft machen. Georg Machl, geschäftsführender Beamter der Gemeinde versucht, Antworten auf die drängenden Fragen der Soyener bezüglich der Internet-Problematik zu finden: 

Rund 50 Antragsteller aus den Ortsteilen Hub, Schlicht, Kasten und Frauenholzen hat der Ausbau des Glasfasernetzes durch die NGN noch nicht erreicht - Warum ist das so und was unternimmt die Gemeinde? 

"Seit September 2016 ist der entsprechende Kabelverzweiger A17 funktionstüchtig und seit 5. April 2017 ist mit der Telekom abgestimmt, dass jetzt Bestellungen und Schaltungen durchgeführt werden können. Laut Pepcom sind aktuell zwei Kunden auf dem Kabelverzweiger A17 angeschlossen und die restlichen Verträge aktuell im Bestellprozess."

Die Kommunikation mit Pepcom lässt zu wünschen übrig. Das größte Problem ist immer noch, dass Pepcom durch ihre monatelange Untätigkeit die Kündigungsfristen nicht berücksichtigt hat. Dadurch hängen viele bis 2018 in ihren Altverträgen fest und könnten nur mit doppeltem Kostenaufwand angeschlossen werden. Könnte die Gemeinde keine Entschädigung für die Betroffenen verlangen? 

"Hier handelt es sich um privatrechtliche Verträge zwischen den Bürgern und der Firma Pepcom. Falls jemand der Meinung ist, dass ein Vertrag nicht eingehalten wurde, muss derjenige selbst gegen den Vertragspartner vorgehen und etwaige Entschädigungen verlangen - notfalls auch mit Rechtsbeistand. Es gibt auch die Möglichkeit eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einzulegen. Der Gemeinde sind hier die Hände gebunden."

Pepcom müsste dringend ihren Service verbessern - die Seite glasfasernetz-soyen.de sollte aktualisiert werden, der momentane Stand ist vom 17. Oktober 2016 ...

"Diese Problematik wurde bereits mit den Geschäftsführern der Firma NGN Fiber Network (als Vertragspartner des Breitbandausbaus) und der Firma Pepcom besprochen. Die Homepage wird, laut Pepcom, derzeit aktualisiert und soll baldmöglichst online gestellt werden. Auch wurden interne Abläufe geändert, um den Bearbeitungsprozess zu beschleunigen. Für Soyen wurde eine zusätzliche Adresse (freischaltung@cablesurf.de) geschaltet, welche direkt nach München und nicht ans Callcenter geleitet wird."

Eine benutzerfreundliche Anleitung für diejenigen, die den Anschluss erhalten haben und ihn in Betrieb nehmen wollen, gibt es noch immer nicht auf der Seite glasfasernetz-soyen.de. Wie genau muss man vorgehen? Laien werden mit der Thematik allein gelassen und sind überfordert!

"Dieser Hinweis wurde bereits an die Firma Pepcom weitergegeben und soll in die neue Homepage eingearbeitet werden."

Der Telefonbetrieb muss ebenfalls von der Pepcom sichergestellt sein. Bei manchen Teilnehmern ist nach einem Mal Klingeln aber die Leitung unterbrochen ... 

"Die angesprochenen Störungen können laut Pepcom leider nicht pauschal nachvollzogen werden. Bei Störungen muss dies individuell bei dem Kunden geprüft werden."

Abschließend würden sich die Soyener eine Bürgersprechstunde wünschen, in der sie mit dem Geschäftsführer der Pepcom, Rüdiger Schmidt, und seinen Mitarbeiter die Probleme rund um das Internet direkt ansprechen könnten. Und sie wünschen sich endlich ein schnelles und funktionierendes Internet! 

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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