Verfügung in Soyen aufgehoben

Einwohner müssen Wasser nicht mehr abkochen - So geht es weiter

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Soyen - Die Abkochvorschrift in Soyen wegen coliformen Bakterien im Wasser ist vom Landratsamt aufgehoben worden.

Update, 2. September, 16.25 Uhr: Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Im Trinkwassernetz der Gemeinde Soyen ist die für die Desinfektion erforderliche Chlorkapazität von mindestens 0,1 Milligramm pro Liter Wasser erreicht worden.

Das Landratsamt Rosenheim hat die Abkochverfügung daher heute (02.09.19) aufgehoben. Wie berichtet, waren bei der Untersuchung des Trinkwassers der Gemeinde coliforme Bakterien festgestellt worden.

Betroffen davon war der Brunnen Kirchreiter Feld. Die Behörde ordnete daraufhin am 23. August die sofortige Desinfektion mittels Chlor an. Die Bürgerinnen und Bürger waren zudem aufgefordert worden, ihr Trinkwasser abzukochen. Im Unterschied zur jetzt weggefallenen Abkochverfügung muss die Desinfektion des Trinkwassers fortgeführt werden.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Erstmeldung

Bei einer Nachdurchsuchung im Brunnen Kirchreiter Feld wurden die Bakterien im Wasser nachgewiesen. "Eine minimale Anzahl an Keimen wurde gefunden", bestätigt Gemeinde-Geschäftsleiter Georg Machl auf Nachfrage von wasserburg24.de. Einmal mehr sind die Bürger nun verpflichtet, ihr Wasser während der Chlorung abzukochen. 

Die Verwaltung leite gerade alles in die Wege, die Bevölkerung darüber zu informieren. Weil Urlaubszeit ist, werden dieses Mal sogar Handzettel verteilt. Die Gemeinde muss nun die dauerhafte Desinfektion des Grundwassers oder einer UV-Anlage sicherzustellen.

"Gerade weil es erst der Fall war ist es besonders ärgerlich für die Bürger. Uns wäre es freilich auch lieber, wir müssten nicht abkochen aber das Gesundheitsamt hat aus Vorsichtsmaßnahme eindeutig eine Abkochverfügung angeordnet an die wir uns natürlich halten müssen", betont Machl. Diese Verfügung gelte ab sofort. Ungewiss sei, wie lange. "Die Bürger müssen auf jeden Fall so lange abkochen, bis im Trinkwasser der gültige Wert von mindestens 0,1 mg/l Chlor nachgewiesen werden kann. Das Leitungsnetz gilt erst dann als desinfiziert", erklärt Machl.

Warum gerade Soyen so häufig betroffen ist, kann sich Machl auch nicht erklären: "Das Problem ist, sobald gechlort wird, ist eine Forschung nach der Ursache der Keime unmöglich. Wir haben also keine Ansatzpunkte, wo die Keime immer herkommen bei uns in der Gemeinde." Um der Sache auf den Grund zu gehen hat die Gemeinde ein Fachbüro beauftragt, die Trinkwasserversorgung zu überprüfen und einen eventuellen Sanierungsbedarf festzustellen. Auch das staatliche Gesundheitsamt und das Wasserwirtschaftsamt hilft bei der Planung der erforderlichen Maßnahmen.

mb/Landratsamt Rosenheim

Rubriklistenbild: © Picture Alliance, dpa (Symbolbild)

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