Männer aus Nigeria und Somalia angekommen

Einzug in Container: Asylbewerber interessiert am Dorfleben

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Soyen - Der Helferkreis, der bereits seit einigen Monaten in den Startlöchern stand und schon viele Dinge für ankommende Asylbewerber vorbereitet hatten, konnte nun seine Arbeit auch praktisch beginnen. Erste Flüchtlinge zogen in die Containermodule.

Seit wenigen Tagen sind in den Containermodulen in Soyen Asylbewerber untergebracht. Bürgermeister Karl Fischberger informierte die Gemeinderäte darüber, dass es sich um junge Männer aus Nigeria und Somalia handelt und sich diese bereits sehr offen und interessiert zeigten.

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Man merke, dass die Männer froh seien, dass sie nun da sind, so Fischberger. Er konnte miterleben, dass sie recht aufgeschlossen und höflich Grüße erwidern und sich gerne integrieren möchten in der Dorfgemeinschaft. „Es ist ein guter Start gelungen und wir hoffen sehr, dass dies auch so bleibt“, so der Rathauschef. Weil viele der jetzt in Soyen untergebrachten Asylbewerber Englisch sprechen und verstehen würden, komme es zu keinen großen Verständigungsproblemen, zeigt sich Karl Fischberger erfreut.

„Einige Bürgerinnen und Bürger haben sich überrascht gezeigt, weil am vergangenen Sonntag einige der angekommenen Neubürger im Pfarrzentrum bereits bei einem Gottesdienst dabei waren und sich sehr interessiert zeigten“, berichtete das Gemeindeoberhaupt.

Schön sei auch zu bemerken, dass insbesondere die Soyener Kinder keinerlei Barrieren kennen würden und die Asylbewerber sofort herzlich begrüßten und ohne Scheu zeigten, dass sie in Soyen willkommen seien. Die Integrationsbeauftragte Afra Zantner erklärte, dass ihr ein Asylbewerber sehr geholfen habe, um beim Übersetzen zu helfen, weil ein anderer Flüchtling leider nicht Englisch verstehen könne. Sie habe die jungen Männer sehr engagiert erlebt und äußerst interessiert.

„Sie haben sich auch alle sofort in unsere Liste eingetragen, um schnell Deutsch zu lernen“, so Zantner. Schmunzelnd bemerkte die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Soyen, dass einer der Asylbewerber sie nach einem Bügeleisen gefragt hatte und der Asylhelferkreis diesem Wunsch entsprechen konnte.

Die Männer seien sehr eifrig, so Zantner gegenüber ihren Gemeinderatskollegen. In einigen Tagen sollen weitere Asylbewerber in Soyen untergebracht werden. Auch eine Familie wird scheinbar von der Turnhalle aus Raubling nach Soyen verlegt. „Wir hoffen sehr, dass weiterhin alles so unkompliziert und gut funktioniert“, so Karl Fischberger. Möglicherweise kommen bald weitere Asylbewerber aus Raubling nach Soyen, weil die Turnhalle vermutlich wegen der bevorstehenden Abiturprüfungen bis Mai geräumt werden sollen.

Rubriklistenbild: © Mittermair

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