HAUPTVERSAMMLUNG DER BIENENZÜCHTER SOYEN

Immer mehr Probleme für die Bienen

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Ehrungen beim Bienenzuchtverein Soyen (hinten von rechts): Verbandsvorsitzender Franz Vollmaier, Thaddäus Berger, Sepp Willnhammer, Bernhard Franzler und Vorsitzender Christian Müller; vorne von rechts: Martin Wetterstetter, Andreas Wetterstetter, Bert Hundseder und Sepp Eibl.

Soyen - Zur Hauptversammlung mit Ehrungen langjähriger Mitglieder lud der Vorstand des Bienenzuchtvereins Soyen ins Gasthaus Huth ein. Beim anschließenden Fortbildungsteil ging es unter anderem um die Probleme, die die Landwirtschaft den Bienen derzeit bereitet.

In seinem Bericht ließ Vorsitzender Christian Müller das vergangene Jahr zunächst Revue passieren. Nach einem wechselhaften Frühjahr mit mäßig bis gar keinem Blütenhonigeintrag gab es einen heißen und trockenen Sommer mit regional unterschiedlich hoher Waldtracht, die aber aufgrund der Zusammensetzung des Honigs nur begrenzt geerntet werden konnte.

Insgesamt also für die Imker ein eher wenig ertragreiches Jahr. Erstmalig beteiligte sich der Verein im Dezember mit einem Stand am Weihnachtsmarkt in Kirchreith, bei dem verschiedene Imker-Produkte bei erfreulicher Nachfrage angeboten wurden.

Positiv war auch der Bericht von Kassier Christian Freundl, der von einem überdurchschnittlichen Ergebnis im vergangenen Jahr berichten konnte, geschuldet in erster Linie dem Gewinn aus dem Weihnachtsmarkt und einer großzügigen Spende eines Vereinsmitglieds. Die Kassenprüfer Sepp Willnhammer und Thaddäus Berger bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung, sodass die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurde.

Im Anschluss ehrte Vorstand Müller gemeinsam mit dem Ersten Verbandsvorsitzenden Franz Vollmaier langjährige Mitglieder. Die Ehrennadel in Silber für mehr als 15-jährige Vereinszugehörigkeit erhielten Bernhard Franzler, Franz Schwarzenböck, Sepp Willnhammer, Robert Rossmeisl, Eduard Seidinger, Stefan Bernhard und Peter Purreiter. Die Ehrennadel in Gold für mehr als 25-jährige Vereinszugehörigkeit bekamen Sepp Eibl, Andreas und Martin Wetterstetter, Thaddäus Berger, Nikolaus Spagl, Peter Maier und Bert Hundseder.

Immer weniger Blühpflanzen

Im Fortbildungsteil referierte Claus Steeger zum Thema „Bienenweide“. Bedingt durch die zunehmende „Ver-maisung“ der Landschaft und die fünf- bis sechsmalige Mahd der Grünflächen finden die Bienen in freier Natur immer weniger Blühpflanzen vor. Umso wichtiger ist es, dass jeder Einzelne in seinem Garten entsprechende Weideflächen für Bienen schafft. Mit Fotos zeigte Steeger Beispiele für eine naturnahe Gartengestaltung und stellte eine Auswahl geeigneter nektar- und pollenspendender Blühpflanzen vor. Anschließend wurde diskutiert, wie man auf die Politik einwirken könnte, um Anreize für die Anlegung von mehr Ausgleichsflächen durch die Landwirtschaft zu schaffen. So soll eine höhere Biodiversität erreicht werden. Zum Teil geschieht dies schon im Rahmen der seit letztem Jahr vorgeschriebenen Greening-Auflagen. re

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