Nahversorgung in Soyen bleibt gesichert

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Karl Fischberger zeigt große Begeisterung, denn Soyen hat viel zu bieten
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Soyen - Seine Familie ist alteingesessen. Bis ins Jahr 1334 kann man die Geschichte der Vorfahren des jetzigen Bürgermeisters Karl Fischberger zurückverfolgen. Im Gespräch zeigt er sich stolz, dass Soyen so lebendig ist.

Er ist ein echter Soyener, der nun weitere sechs Jahre die Geschicke der Gemeinde lenken wird. Karl Fischberger lebt gern hier und engagiert sich gerne für den Ort.

Wasserburg24: „Herr Fischberger, wie lange sind Sie in der Gemeindepolitik schon aktiv?“

Karl Fischberger: „12 Jahre war ich Gemeinderat, bevor ich vor 6 Jahren erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde. Doch die Gemeindepolitik hat mich bereits als Schüler brennend interessiert. Ich habe in den 70er Jahren Berichte aus Soyen für die Zeitung geschrieben und keine Gemeinderatssitzung verpasst. Sogar ein Fotolabor hab ich mir damals daheim eingerichtet und so meine eigenen Bilder produzieren können.

Das Interesse an Politik habe ich wohl von meinem Vater geerbt. Meine sechs Geschwister hingegen haben mit Politik gar nichts am Hut. Ich bin da die Ausnahme“.

Wasserburg24: „Was macht Soyen so lebenswert?“

Karl Fischberger: „Soyen ist ein Dorf, das überschaubar ist, und dennoch alles hat, was der Bürger benötigt. Wir haben das, was andere Orte unserer Größe, sich nur erträumen können. Lebensmittelgeschäfte, Metzgerei, Bäckereien. Wir haben mehr Bäcker als Wasserburg. Außerdem freuen wir uns sehr, dass zwei Arztpraxen sowie Zahnarzt und Apotheke weiter Bestand haben in unserem Dorf. Wir haben die komplette Anbindung was den Zugverkehr oder Bus betrifft. Sowohl Rosenheim als auch München sind gut und in nicht einmal 1 Stunde zu erreichen. Zentral gelegen und dennoch ländlicher Charakter, sowas macht ein Dorf lebenswert für alle. Auch das Freizeitangebot erweitern wir in der Gemeinde Soyen, um unseren Bürgern aller Generationen einen angenehmen Alltag bieten zu können. Die wichtige Nahversorgung ist ideal vorhanden bei uns. Doch natürlich muss man auch den Bürgern danken, dass sie die Angebote im eigenen Gemeindegebiet so gut annehmen. Nur deshalb können diese vielen Möglichkeiten weiter Zukunft haben“.

Wasserburg24: „Wie wohl fühlen sich die Familien in Soyen und wie entwickelt sich der Ort?“

Karl Fischberger: „Die Zahlen sprechen für sich. Die Geburten steigen im Gemeindegebiet. Dies war in den Jahren zwischen 2005 und 2007 eher anders, da gab‘s direkt einen kleinen Einbruch. Aber jetzt sind wir wieder stabil was die Geburtenrate betrifft. Unsere Statistik ist ein bisserl falsch aufzufassen: Wir haben eine große Sterbequote im Vergleich zu anderen Gemeinden. Dies liegt aber insbesondere an der Tatsache, dass wir zwei Seniorenheime in Soyen haben, die in die Zahlen mit einfließen.

Momentan ist es wichtig, Baugrund auszuweisen. Der Bedarf ist vorhanden. So schaffen wir die Möglichkeit, dass sich Familien auch in weiteren Generationen hier ansiedeln.

Auch das Betreuungsangebot in Krippe und Kindergarten wird gut angenommen. Insgesamt haben wir aktuell 128 Kindergartenplätze besetzt und zusätzlich noch die Gruppe im Waldkindergarten, die sich großer Beliebtheit erfreut. Die flexiblen Betreuungsmöglichkeiten machen Soyen recht attraktiv.

Außerdem freuen wir uns als Gemeinde, dass die Grundschule noch direkt im Ort sein kann. Das ist für Eltern ein wichtiger Punkt für den Alltag“.

Wasserburg24: „Wie schaut es mit den Vereinen in Soyen aus?“

Karl Fischberger: „Die Vereine haben bei uns die Möglichkeit, am Bauhof einen Raum wie einen Festsaal zu nutzen. Außerdem läuft die Kommunikation meiner Meinung nach sehr gut“.

Wasserburg24: „Hat Soyen die Hausaufgaben gemacht oder fehlt es an wichtigen Dingen?“

Karl Fischberger: „In unserer Gemeinde tut sich viel. In den letzten sechs Jahren, in denen ich nun schon Bürgermeister bin, haben wir in etwa 8 Millionen Euro investiert. Wir hatten großen Nachholbedarf im Wasser- und Kanalbereich. Viele Außenbereiche sind momentan noch nicht kanalisiert. Das steht uns noch bevor. Die neue Kläranlage wurde im Dezember 2013 in Betrieb genommen, nun geht es an die Überarbeitung wegen den Nachtragsbeiträgen. Alle öffentlichen Gebäude sind saniert. Soyen hat viel geleistet, aber es war auch einiges nötig“.

Quelle: rosenheim24.de

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