Festsonntag mit Alternativprogramm

Soyen lässt sich von Regenwetter Stimmung nicht verderben

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Das Festzelt war am Sonntag in Soyen "Herberge" für eigentlich im Freien geplante Jubiläumsprogrammpunkte: Gottesdienst im Zelt, Festzug leider gar nicht. Doch Gaudi hatten die Soyener trotzdem

Soyen- Alle hatten bis zum letzten Moment auf Besserung gehofft, doch der Regen kannte kein Ende. Der Festzug zur 1200 Jahrfeier am Sonntag fiel aus. Der Gottesdienst wurde ins Zelt verlegt. Danach schien die Sonne. Trotz alledem war die Stimmung gut.

Es war schon alles vorbereitet am Eichberg, denn dort hätte er stehen sollen der Freialtar zum Festgottesdienst. Doch wenige Stunden vor Beginn der feierlichen Zeremonie am Sonntagvormittag spielte der wichtigste Faktor plötzlich nicht mehr mit: Dauerregen statt Sonnenschein. Während im Festzelt immer mehr Vereine eintrafen, um sich vor dem traditionellen Festumzug mit Weißwürsten zu stärken, musste das Veranstalterteam der 1200 Jahrfeier schweren Herzens eine Entscheidung treffen. „Der Gottesdienst wird aufgrund des Dauerregens im Zelt abgehalten und der Festzug muss ausfallen...“ verkündete Thomas Weber vom Organisationsteam, der immer größer werdenden Menschenmenge. Es war eine Entscheidung, die sich niemand gewünscht hat aber für die auch niemand etwas kann. Die anwesenden Bürger und Gäste aus den Nachbargemeinden hatten alle großes Verständnis dafür und blickten trotz der Umstände auf einen feierlichen Festsonntag.

Mit kurzer Verzögerung läuteten die Glocken die Heilige Messe ein. Pfarrer Hippolyte Ibalayam hielt mit Unterstützung von Pfarrvikar Finkenzeller und Diakon Bichler den Festgottesdienst auf der Bierzeltbühne, die sich mittlerweile in einen wunderschönen, Blumen um schmückten Altar verwandelt hat. Begleitet von der Ramsauer Trachtenblaskapelle und dem Soyener Kirchenchor erlebte die Gemeinde am See doch noch einen unvergesslich, schönen Festsonntag.

Festsonntag mit Gottesdienst in Soyen

„Es hatte auch was Gutes, dass der Gottesdienst im Zelt abgalten werden musste, denn so konnten zum ersten Mal auch die Helfer, die ansonsten das Zelt hätten vorbereiten müssen, an der Zeremonie teilnehmen,“ erzählte Bürgermeister Fischberger anschließend.

Bei gutem Mittagstisch und musikalischer Unterhaltung verweilten viele Gäste noch lange im Soyener Festzelt und genossen ihren persönlichen „Feiertag“. Das Wetter hatte mittlerweile entschieden sich doch noch von seiner Schokoladen Seite zu zeigen. Naja für die Feierlichkeiten war’s zu spät, aber für die Kinder kam es genau richtig. Zwei Hüpfburgen wurden errichtet und gaben den Kleinen Platz genug, sich auszutoben.

Festsonntag in Soyen 

Im Zelt gab es für die Großen noch ein Highlight: Bürgermeister Karl Fischberger löste den Dirigenten der Blaskapelle ab und performte mit den Musikern ein bayerisches Volkslied. Es war trotz der widrigen Wetterverhältnisse ein gelungener Festsonntag und die Gäste verließen das Zelt mit einem Lächeln im Gesicht. Wieder einmal wurde bewiesen, Soyen kann feiern! Am Montagabend, 6. Juni 2016, geht’s schon weiter: Um 18 Uhr wird zum Kesselfleischessen ins Festzelt am Bahngelände eingeladen.

Sebastian Schindler

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