Endspurt beim Internetanschluss in Soyen 

Fischberger: "Immer derselbe Zirkus, der die Leute narrisch macht"

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Schnelles Internet dank Glasfasern - bald auch in Soyen Tatsache, wie Bürgermeister Karl Fischberger erklärt. 
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Soyen - Das lahme Netz in der kleinen Gemeinde war immer wieder Auslöser für Ärger bei den Bürgern. Nun scheint das Thema bald abgeschlossen zu sein - und Soyen angeschlossen an das schnelle Glasfasernetz. 

Im November 2016 hat Karl Fischberger, Soyens Bürgermeister, den roten Knopf gedrückt und verkündet, dass "alle Bürger, gleich in welcher Straße, in welchem Weiler oder Ortsteil sie in Soyen zuhause sind, nun in den Genuss des schnellen Internets kommen können." 

Dieser Genuss scheint nun - knapp zwei Jahre später - endlich erreicht. Viele Strapazen liegen hinter der Gemeinde. Die Bürger: Wütend und fassungslos über fehlende Anschlüsse, Verzögerungen bei der Vertragsumschreibungen zwischen Telekom und Pepcom, Portierungsprobleme und Warteschleifen in der Service-Hotline des Anbieters Pepcom. Der Affront um das Internet hat sogar die Facebook-Gruppe "Breitbandforum Soyen" ins Leben gerufen. Dort machten viele Bürger ihrem Ärger Luft. Wochenlange Ausfälle bei Internet und Festnetz zehrten an den Nerven. 

Positive Wende kam peu à peu 

Fehlendes schnelles Netz: Soyener fragen - Gemeinde antwortet

Nun scheint sich aber ein Ende des Ärgers anzukündigen: "Wir sind mittlerweile auf der Zielgeraden", fasst Fischberger die Situation bezüglich schnellen Internets zusammen. "Aktuell läuft das sogenannte Höfeprogramm, das sich dafür einsetzt, dass auch abgelegene Orte und Weiler innerhalb des Gemeindegebiets an das schnelle Netz angeschlossen werden." Nach Ostern stehe die Endabnahme an, bei der alles abschließend kontrolliert werde. Der Auszahlungsantrag zur Förderung sei ebenfalls an die Regierung von Oberbayern versendet.  

Allerdings habe man nach wie vor bei einigen Haushalten die Debatte mit der Umschaltung von Telekom auf den neuen Anbieter Pepcom. "Es ist immer derselbe Zirkus, der die Leute narrisch macht", erklärt Soyens Bürgermeister. "Es dauert leider, bis alles wirklich läuft - aber dann funktioniert es auch Gott sei Dank." 

Keine Beschwerden bei der Bürgerversammlung 2018

Damit die Bürger nicht auf sich gestellt waren bei dem Ärgernis Internet, half die Gemeinde bei Beschwerden: "Wir haben natürlich Hilfe angeboten und bei Pepcoms Technikern immer wieder nachgehakt sobald Beschwerden rein kamen. Rund 200 Haushalten haben wir mit dem Anschluss unter die Arme gegriffen. Nun sind wir im Endspurt und in dem glücklichen Zustand, dass fast die ganze Gemeinde erfasst ist." Auch die Beschwerdenliste in der Gemeindeverwaltung sei mit der Zeit kürzer geworden. "Bei der jüngsten Bürgerversammlung im März gab es keine einzige Mahnung. 2016 noch sah das ganz anders aus, da hätten uns die Bürger beinahe gelyncht, weil es so viele Baustellen auf einmal gab in punkto Breitbandausbau", resümiert der Bürgermeister. 

Fischberger zeigt sich erleichtert, dass das leidige Thema jetzt wohl Geschichte ist - auch wenn dies nicht heiße, Soyen sei in Zukunft komplett ausgeschlossen von neuen Problemfällen. Doch daran möchte der Bürgermeister nicht denken: "Im Gegensatz zu umliegenden Gemeinden wie Unterreit, Maitenbeth oder Reichertsheim, bei denen der Ausbau nach wie vor stockt, haben wir den flächendeckenden Glasfaseranschluss relativ schnell über die Bühne gebracht. Nun sind wir gerüstet für die Zukunft." 

mb

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