Doppelhaus mal zwei?

Gemeinderat: Grundstücksbesitzer aus Soyen will verdoppeln

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Soyen - Eigentlich gab es bereits eine klare Empfehlung vom Soyener Bauausschuss zu diesem Thema. Doch in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats kam es dann doch zu einer längeren Diskussion. Eine Bauvoranfrage lag dem Gemeinderat auf dem Tisch.

Es wurde der Wunsch geäußert, auf einem noch unbebauten Grundstück, das vor Jahren von einer in zwei Parzellen aufgeteilt worden war, jeweils ein Doppelhaus samt Garage bauen zu wollen. „Das war ursprünglich mal ein Grundstück, es wurde geteilt“, erläutert Bürgermeister Karl Fischberger.

Sollte sich der Gemeinderat dafür aussprechen, müsse der bestehende Bebauungsplan aufgehoben werden. „Unsere Vorgänger haben den Bebauungsplan im Jahr 2001 aufgestellt und sich bestimmt was dabei gedacht“, so der Rathauschef. Der jetzige Plan sehe lediglich ein Doppelhaus auf der Fläche, die nun geteilt wurde, vor. Wenn zwei Doppelhäuser hier stehen würden, wäre es eine enorm enge Bebauung, diskutierten die Gemeinderäte.

Der Bauherr würde die Grundstücks-Grenzen enorm ausreizen. „Man wollte damals wohl eine geordnete Bebauung und hatte deshalb hier beim Aufstellen des Bebauungsplan auf dieser Fläche lediglich ein Doppelhaus samt Garage vorgesehen“, so Karl Fischberger. Wenn der Bebauungsplan hier aufgehoben werde müsste es eine Auslegung und Beteiligung geben und auch die Nachbarn involviert werden.

Das Gemeindeoberhaupt gab zu bedenken, dass nach einer Aufhebung des aktuell bestehenden Bebauungsplan womöglich auch andere Grundstücksbesitzer noch dazu bauen möchten. „Gehen tut alles, nur der Gemeindert muss es mittragen“ so Fischberger.

Im Beschlussvorschlag wurde empfohlen, dem Rat des Bauausschusses zu folgen und die Bauvoranfrage abzulehnen. Lediglich zwei Gemeinderäte konnten nicht für eine Ablehnung stimmen, der Rest der Gemeinderäte sprach sich dafür aus, dass der Bebauungsplan nicht aufgehoben und somit lediglich ein Doppelhaus samt Garage auf der Parzelle, die mittlerweile als zwei Grundstücke gewertet wird. Zwei Räte fehlten entschuldigt.

Rubriklistenbild: © dpa

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