Ehrengäste ins Rathaus gelockt

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Erfolg und Engagement wird in Soyen besonders gewürdigt. Bürgermeister Karl Fischberger lud am Samstagabend zum Neujahrsempfang
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Soyen - Jede Gemeinde hat ihre Schätze. Bürgermeister Karl Fischberger lud besonders positiv aufgefallene Bürger des vergangenen Jahres zum Neujahrsempfang ins Rathaus.

Ein Neujahrsempfang mit vielen Ehrengästen. Grund genug, um die Amtskette zu tragen. Bürgermeister Karl Fischberger und seine Frau Annemarie begrüßten die geladenen Bürger und freuten sich über das zahlreiche Erscheinen. Heuer fand die Veranstaltung bereits zum siebten Mal statt, Fischberger hatte es im ersten Jahr seiner Amtszeit eingeführt.

„Unsere Bürger sind so vielseitig. Jedes Jahr lade ich ausgewählte Personen ein, um ihnen besonders zu danken. Nicht außer Acht lassen möchte ich aber die vielen weiteren Menschen aus dem Ort, die ebenfalls Erfolge, Einsatz und viel Herz zeigen“, heißt es von Fischberger während des Festabends.

Ehrengäste ins Soyener Rathaus gelockt

Mit charmanten Worten erklärte der Rathauschef aus Soyen, dass Einsatz nicht selbstverständlich sei und er es großartig fände, welch interessanten Menschen in Soyen wohnen würden. „Damit ein Dorf lebenswert bleibt, brauchen wir Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und ihren Beitrag für eine funktionierende Gesellschaft leisten“, so Fischberger in seiner Rede.

Alle Generationen im Ort aktiv

Die Ehrungen, die Fischberger vornahm, wurden Bürgern aus unterschiedlichen Bereichen zuteil.

Als Beispiel des Sporterfolges erhielt Werner Rumpf Dank und Anerkennung. „Er ist ein unermüdlicher Organisator, der zum Wohl unserer Jugend tätig ist“ erklärt Karl Fischberger. Der Trainer der B-Junioren des TSV Soyen hatte drei seiner vierzehn Spieler zum Neujahrsempfang mitgebracht, die in Vertretung für die Mannschaft den Dank des Bürgermeisters entgegennahmen. „Unbedingt erwähnen möchte ich, dass die B-Junioren sogar das Tripple geschafft haben“, bemerkte Fischberger. So seien sie 2014 Meister geworden, hätten das beste Torverhältnis erzielt und seien die fairste Mannschaft der Saison gewesen.

Für die Geschicke der Riedener Burgschützen zeigte sich viele Jahre Peter Eichstätter verantwortlich. Bevor er im Dezember 2014 die Verantwortung in neue Hände übergab, war er mit guten Gedanken und Engagement unter anderem an der Neugestaltung des Schießstands in Rieden beteiligt.

Ehrenamtlich aktiv sind Martina und Günter Linner. Die Eltern des kleinwüchsigen Julians beraten und helfen betroffenen Familien bei der Bewältigung ähnlicher Situationen im Landesverband kleinwüchsige Menschen und ihre Familien Bayern.

Große Wertschätzung erhielten die Eheleute Linner für dieses Engagement als Tutoren und den Willen, den Familienalltag guten Mutes zu meistern. Das Gemeindeoberhaupt erwähnte während seiner Rede, dass Julian das erste Inklusionskind in der Soyener Grundschule gewesen sei und die Gemeinde großen Wert darauf lege, Familien stets nach besten Möglichkeiten ein angenehmes Leben in Soyen zu ermöglichen. „Wir möchten für unsere Bürger da sein“, so Fischberger.

Kulturbestand außergewöhnlich

Der kulturelle Bereich wurde beim Neujahrsempfang ebenfalls mit einer Auszeichnung bedacht. Petra Roßner-Dietz und ihr Sohn Philipp Roßner erhielten große Wertschätzung für die kulturelle Bereicherung der Region. „Die Dietz-Repliken umfassten nahezu alle Epochen des europäischen Kunstschaffens, von der Romanik bis zur Gegenwart“, führte Karl Fischberger aus. Trotz des Endes für das Imaginäre Museum in Wasserburg bleibt die Dietz-Offizin in Bachmühle als Druckerei bestehen.

Der Soyener Gemeinderat erhielt eine letzte persönliche Führung durch die Räumlichkeiten des Imaginären Museums. „Es hat uns sehr gefreut, noch einmal die vielen Werke bestaunen zu können“, sprach Fischberger Petra Roßner-Dietz und ihrem Sohn Philipp seinen Dank aus. Soyener mit vielen Erfolgen in Schule und Berufsausbildung

Junge Soyener sind Stammgäste beim Neujahrsempfang.

Der Bürgermeister zieht jedes Jahr seinen Hut vor den erfolgreichen Schul- und Berufsabsolventen. „In diesem Jahr sind wieder sieben junge Leute aus unterschiedlichen Schultypen und den verschiedensten Ausbildungsberufen vertreten, die einen Abschluss mit einer Eins vor dem Komma vorweisen können“, erzählt Fischberger.

Die Gemeinde sei stolz und dankbar für solche junge Menschen. Für ihren Abschluss an der Realschule Wasserburg bekam Nicole Gruber eine Münze überreicht, einen hervorragenden Abschluss an der FOS/BOS erziehlte Tom Schiller. Gymnasiast Martin Niedermeier wurde neben einem tollen Schnitt beim Abitur gar mit dem Physiker-Preis ausgezeichnet, was auch dem Bürgermeister nicht verborgen blieb.

Ebenso erfolgreich zeigten sich auch etliche Auszubildende. Desiree Schuster machte einen guten Abschluss als Industriekauffrau an der Berufsschule Rosenheim. Mathias Roßrucker zeigte Klasse beim Abschluss als Fahrzeug- und Karosseriemechaniker an der staatlichen Berufsschule Dingolfing und wurde zudem mit einem Staatspreis beglückt. Martin Schmiddunser erhielt den Meisterpreis der Staatsregierung für Agrarberuf. Besondere Leistungen erbrachte Gerlinde Schneider beim Abschluss Hauswirtschaft an der Landwirtschaftsschule Töging. „Sie merken, alle Generationen sind vertreten und verdienen große Anerkennung durch die Gemeinde“ betonte Karl Fischberger.

Kommunal fest verwurzelt

Abschließend wurde Peter Müller aus den Sitzreihen zum Rathauschef gebeten. Fischberger überreichte Müller eine Urkunde für ehrenamtliches Engagement auf kommunaler Ebene, die von Innenminister Herrmann über das Landratsamt ausgestellt wird. „Ich bin hier gerade als Überbringer tätig und gratuliere recht herzlich“ freute sich Fischberger mit dem sichtlich gerührten Peter Müller.

Im Anschluss an die zahlreichen Dankesworte kamen Ehrengäste, geehrte Bürger und Gemeinderäte mitsamt dem Bürgermeister und seiner Frau Annemarie ins Gespräch. Der offizielle Abend, der sehr persönlich und hierarchiefrei ablief, begeisterte die Anwesenden.

Quelle: rosenheim24.de

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