Sozialstiftung schüttet 40.000 Euro aus

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6500 Euro übergab Bürgermeister Michael Kölbl (links) auch im Namen des Landrates an diejenigen, die sich intensiv um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen kümmern: An das Jugendzentrum"Innsekt" und das Mehrgenerationenhaus.

Wasserburg - "Stiftungen stiften offensichtlich mehr als Geld" stellte Richard Steinbichler erfreut fest. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse hatte den ratschenden Gästen Erfreuliches mitzuteilen.

Es brummte und summte nur so im Saal des Unterauerhauses, in einer Ecke standen zwei Männer und beobachteten amüsiert ihre ratschenden Gäste. Die Sparkassendirektoren Richard Steinbichler und Peter Schwertberger wirkten sehr zufrieden. Denn die Sozialstiftung der Sparkasse Wasserburg sei ja auch mit der Intention gegründet worden, Netzwerke zu knüpfen, erklärte Steinbichler, nachdem er sich Gehör verschafft hatte.

Gründlich, geduldig und unermüdlich sei Hendrik "Heinz" Plawekay (links) im Einsatz, die Stadt sauber zu halten. Für ihn gehöre er längst zum Stadtbild, so Richard Steinbichler (rechts), und er wisse, dass es vielen Wasserburgern genauso gehe. Als kleinen Dank für den Einsatz gab es eine wie angegossen passende Regenjacke.

Zum dritten Mal schüttete die Sparkasse jetzt rund 40.000 Euro aus dem Ertrag der Stiftung aus. Die Bedachten reichten von der Familienberaterin über den Jugendtreff, die Tafel, die Initiative für alternative Wohnformen im Alter, die Nachbarschaftshilfe, den Förderverein Rottmoos, den interkulturellen Garten, die Junge MS-Gruppe bis hin zum Hospizverein. "Eine Vielfalt, die wohl nicht mehr zu überbieten ist", wie Steinbichler fand.

Diese Vielfalt ist auf die Vorschläge des Wasserburger Bürgermeisters und der Landräte von Rosenheim, Mühldorf und Erding zurückzuführen. Denn diese Verwaltungs- und Stiftungsratsmitglieder entscheiden, wer wie viel bekommt. Bezirksrätin Annemarie Haslberger, die den Mühldorfer Landrat vertrat, war sich ganz sicher, dass die Entscheidung für die Sozialstiftung richtig gewesen sei, denn das Geld helfe enorm. Das sah Erdings Landrat Martin Bayerstorfer genau so, er bezeichnete die Sozialstiftung der Sparkasse als "segensreich wirkende Einrichtung". Bürgermeister Michael Kölbl sprach von einem "schönen Strauß, den wir verteilen können" und der wegen eines Termins in der Staatskanzlei verspätet, aber genau zum richtigen Zeitpunkt kommende Landrat Josef Neiderhell betonte, er komme ja im Landkreis gleich zweifach in den Genuss der Sparkasse, "und da weiß ich, dass ich Hilfe bekomme, wenn es brennt." Die beiden Vorstände der Wasserburger Sparkasse versicherten dem Landrat, sie täten alles, dass es bei dem doppelten Genuss bleibe.

Außerdem kündigte Steinbichler an, dass das Grundstockkapital der Sozialstiftung kräftig erhöht werde. Ein Wasserburger hat der Sparkasse zu diesem Zweck mehrere hunderttausend Euro hinterlassen. "Über Zustiftungen - gleich in welcher Höhe - sind wir sehr erfreut", so Steinbichler.

Ein Geschenk für die Stadt Wasserburg kündigte Steinbichler an: Ab Juni ist ein kleiner, sparkassenroter Flitzer als "Sozialmobil" im Einsatz. Der steht nicht nur, wie das bisherige "Zivi-Mobil", den Senioren zur Verfügung, sondern kann auch von anderen sozialen Einrichtungen genutzt werden.

Diverse Empfänger

Die gut 40.000 Euro Ertrag der Stiftung wurden an folgende Empfänger vergeben:

Sozialkaufhaus Wasserburg (4250 Euro), Mehrgenerationenhaus (3500), Erziehungsberatungsstelle Haag und Familienzentrum Haag (je 3408,50), Jugendtreffs Altstadt und Burgau (zusammen 3000), Caritas Sozialstation (1750), Förderverein der Grundschule St.Wolfgang, Nachbarschaftshilfe Isen/Lengdorf (je 1604), Verein "Hilfe für rumänische Waisenkinder" (1500), Gemeinde Höslwang für Jugendraum (1500), Patenprojekt des AK Schule/Wirtschaft (1500), Förderverein Betreuungshof Rottmoos (1050), Wasserburger Familienberaterin (1000), Wasserburger Tafel (1000), Wohnheim "Hotel Traube" (1000), Interkultureller Garten von RioKonkret (1000), Hauptschule Wasserburg (1000), Grundschule Wasserburg (1000), Rosenheimer Aktion für das Leben (925), Junge MS-Gruppe (800), Gemeinde Pfaffing für ein Jugendprojekt (750), MS-Gruppe Wasserburg (500), Grundschule Reitmehring (500), Wasserburger Wunschbaum (500), Jakobus Hospizverein Wasserburg (500), Stiftung zur Förderung der Fürsorge für Behinderte im Landkreis (500) und die Initiative für alternative Wohnformen im Alter Prien (300).

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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