Viel Geld für die soziale Arbeit

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Ralph Hölting (rechts), Leiter der Jugendzentren in der Altstadt und der Burgau, bekam von Landrat Josef Neiderhell (links) den größten Scheck überreicht. Von den 5300 Euro muss er allerdings auch Personalstunden bezahlen.

Wasserburg - Zum vierten Mal schüttete die Sparkasse Wasserburg einen hohen Geldbetrag für die soziale Arbeit aus - über 40.000 Euro!

Ein "soziales Netzwerk" ist für Richard Steinbichler keine Plattform im Internet. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Wasserburg versteht darunter viel mehr die Kontakte im sozialen Bereich engagierter Menschen. Zum Beispiel derjenigen, die jetzt bei der Ausschüttung der Sozialstiftung der Sparkasse in ihrer Arbeit unterstützt wurden.

Zum vierten Mal schüttete die Sparkasse Wasserburg über 40.000 Euro aus ihrer 2007 ins Leben gerufenen Sozialstiftung aus. Und diese gut 40.000 Euro aus dem Grundstockkapital von einer Million Euro sind laut Richard Steinbichler, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wasserburg, auch noch einige Jahre sicher. Das Grundkapital ist damals langfristig mit guten Zinsen angelegt worden. Denn, so Steinbichler, in absehbarer Zeit werden voraussichtlich alle Stiftungen ein Problem mit den niedrigen Zinsen haben, die Erträge werden wohl schrumpfen.

Noch aber dürfen Bürgermeister Michael Kölbl und die Landräte von Rosenheim, Mühldorf und Erding gut 43.000 Euro an soziale Einrichtungen beziehungsweise sozial engagierte Vereine verteilen. "Nicht nach Gutdünken, darüber wird schon im Stiftungsrat, der dem Verwaltungsrat der Sparkasse entspricht, entschieden", so Kölbl. Der allerdings schmunzelnd einräumte, dass bisher noch kein Vorschlag abgelehnt wurde. Was Jakob Schwimmer, den St.Wolfganger Bürgermeister und Landtagsabgeordneten, der den Erdinger Landrat vertrat, beruhigen dürfte, denn der wusste schon zwei würdige Empfänger für das nächste Jahr. Mühldorfs Landrat Georg Huber gibt gerne Geld aus. Für die Schulden der Landesbank nur mit Schmerzen, bei der Ausschüttung der Sozialstiftung aber "ganz ohne Schmerzen, mit viel Freude".

Bürgermeister Michael Kölbl verfügte heuer erstmals über mehr als die der Stadt zustehenden 50 Prozent des Ertrages: 2011 gab es eine Zustiftung zur Sozialstiftung von 200.000 Euro durch Alois Hiebl. Dieser, so Steinbichler, hat den Ertrag aus seiner Zustiftung ausdrücklich älteren Wasserburgern, die Probleme mit der Mobilität haben, zugedacht. Weshalb das Geld an den Seniorenfahrdienst der Heiliggeist-Spitalstiftung ging. Früher fuhren dort Zivis ältere Herrschaften zum Arzt, zum Einkauf oder auch mal ein Auto voll zum Kaffeetrinken an den Chiemsee, heute sind es Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres.

Den 100. Scheck, der bei der Ausschüttung der Sozialstiftung verteilt wurde, bekam die Wasserburger Tafel - und einen Blumenstrauß von Steinbichler gab's noch dazu. Schecks zwischen 5300 und 500 Euro gab es für die Familienberaterin, das Mehrgenerationenhaus, die Jugendzentren Altstadt und Burgau, das Patenprojekt des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft, den Interkulturellen Garten von RioKonkret, Donum Vitae, den Verein "Hilfe für rumänische Waisenkinder", das Wohnheim "Hotel Traube", die Fördervereine der beiden Grundschulen und der Mittelschule der Stadt, die drei Altenheime im Stadtgebiet, für das BRK und AWO für ihre jeweiligen Seniorennachmittage, für das Sozialkaufhaus, das Caritas-Zentrum, die Langzeitwohngemeinschaft der Gesellschaft für psychische Gesundheit, den Wasserburger Wunschbaum, die Taschengeldpatenschaften und die Basketballgruppe der Stiftung Attl, den Verein zur Förderung des Betreuungshofes Rottmoos, den Förderverein Gabersee, den BRK-Kleiderladen, die Frühförderstelle (alle Wasserburg) sowie die Rosenheimer Aktion für das Leben. Vom Landkreis Mühldorf wurden bedacht: Das Schulamt, das diagnostische Testkoffer für die Schulen des westlichen Landkreises anschaffen will, die Gemeinden Reichertsheim und Maitenbeth für den Aufbau der Nachbarschaftshilfe und die Ehrenamtsagentur für den Aufbau eines Besuchsdienstes im Krankenhaus Haag. Die Kinderhäuser in Isen und St.Wolfgang teilten sich die Summe des Landkreises Erding. Das letzte Wort hatte der Vorstandsvorsitzende: Die Mitarbeiter der Sparkasse seinen keine zockenden "Bänker", sie gehörten vielmehr zur Nachbarschaft, "wir wollen uns fürs Gemeinwohl einsetzen. An dieser Aussage dürfen Sie uns messen."

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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