Spendenlauf: Rekordzahl lief für ein Leben

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Der bayerische Jugendmeister im Crosslauf, Robert Wimmer, und die älteste Teilnehmerin gemeinsam unterwegs.

Eiselfing - Die Armut in der Welt mit bestmöglicher Hilfe zu bekämpfen: Dieses Ziel verfolgten die Teilnehmer beim Eiselfinger "Lauf für ein Leben" zwischen Alteiselfing und Eiselfing.

Der mittlerweile weit über die Region hinaus bekannte Lauf zu Gunsten des Projekts "Land für Indios" in Ecuador, den die Grund- und Hauptschule Eiselfing heuer zum 14. Male ausrichtete, konnte diesmal alle Erwartungen übertreffen. Dietmar Mücke toppte sportlich die magische Rekordgrenze von 150 Kilometern und schaffte sage und schreibe 200 Kilometer in gut 28 Stunden, drei Viertel der Strecke lief er dabei in sandalenähnlichem Einfachschuhwerk. Es sei einfach so passiert, meinte er gut gelaunt nach seinem umjubelten Zieleinlauf.

"Laufen für ein Leben kann ich nicht, flitzen aber schon" und schon war der junge Mann auf Kilometerjagd.

Gut 1350 Teilnehmer, so viele wie noch nie, sorgten für beste Stimmung und Laune. Der Spaß an der Bewegung in frischer Luft spornte dabei alle an. Alle Mithelfer und Organisatoren - an der Spitze Elfi Reischl - die wieder für einen perfekten Ablauf gesorgt hatten, fühlen sich bestätigt, nachhaltige Hilfe für ein weiteres Jahr geleistet zu haben.

Leistungsstärkster Schüler wurde in diesem Jahr Marinus Bachleitner aus der Eiselfinger 4. Klasse mit 74 Kilometern, er hat damit den Schülerrekord übertroffen. Nach Startfreigabe durch Bürgermeister Rupert Oberhuber hatten bereits am Freitagvormittag gut 850 Läufer der Nachbarschulen (siehe Vorbericht) inklusive etwa 150 Eiselfinger Schüler auf der Pendelstrecke jede Menge Sponsorengelder erlaufen. Die erlaufene Gesamtsumme wird wohl bei knapp 80.000 Euro liegen

Am Samstagvormittag waren bei strahlendem Sonnenschein und idealen Laufbedingungen nochmals mehr als 300 Läufer der gastgebenden Schule und zahlreiche Laufsportler - unter anderem wieder aus der Schweiz, Italien und Frankreich - unterwegs. Die älteste Teilnehmerin war immerhin bereits 88 Jahre alt und mit ihrem Rollator unterwegs. Auch der Eiselfinger Kindergarten war mit einer ganzen Zwergerl-Gruppe dabei.

Beste Stimmung herrschte rund um die Turnhalle auch nach Beendigung des Laufes bei Grillfleisch oder Kaffee und Kuchen, so dass so mancher Laufgast sein Wiederkommen und Engagement auch für das nächste Jahr ankündigte.

Das zwischenzeitlich eingespielte Team aus Kollegen und Kolleginnen, den Pensionisten der Schule und dem Elternbeirat schuf erneut die Basis für einen reibungslosen Ablauf. Ein Dankeschön des Schulleiters Karlheinz Rieger galt auch den vielen helfenden Schülerinnen und Schülern aus der Hauptschule für ihren Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung, den Mitgliedern des katholischen Landvolks und des TSV Eiselfing, der wieder die Zelte zur Verfügung gestellt hatte, den Organisatoren aller teilnehmenden Schulen, aber auch den Johannitern, die auf die Gesundheit an der Strecke achteten. Alle gaben ihr Bestes.

Das grüne T-Shirt war noch nicht einmal nassgeschwitzt, als Dietmar Mücke seine 200 Kilometer gelaufen war.

Für Unterhaltung der Gäste sorgten die Schulband, unterstützt von der Lehrerband "Hörsturz". Barfußlaufparcours Torwandschießen und weitere Angebote sorgten für Unterhaltung und beste Laune. Ansager Gerhard Hoffmann und Jakob Seitzl führten mit aktuellen Durchsagen, Interviews und Begleitgeschichten durch das Programm.

Rieger zeigte sich begeistert von so viel praktizierter Nächstenliebe so vieler verschiedener Schulen und Schularten aus einer Region, welche im Verbund mit körperlicher Leistung soziales Engagement über Kontinente hinweg sichtbar und spürbar mache. Bewundernswerter Durchhaltewille und Ausdauer seien im normalen Unterricht so nicht vermittelbar. So mancher sei immer wieder überrascht, was er zu leisten imstande sei. Rieger wünschte sich aber ebenso, dass die Werte Hilfs- und Anstrengungsbereitschaft im Zusammenhang mit dem Lauf auch über den Tag hinaus lebendig bleiben sollten.

Bei der Verlosung zahlreicher Preise und vor allem der Tischtennisplatte als Höhepunkt der Tombola war das Losglück der Nummer 977 hold. Der Gewinner sollte sich noch bei der Schule melden. Da nicht alle Losbesitzer anwesend waren, warten auch noch einige andere Gewinne auf ihre Abholer. Auf der Homepage der Schule unter www.vs-eiselfing.de können die Nummern nachgeschlagen werden.

kr/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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