Spielplatz an Schule bleibt

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Heftig kritisierte der Gemeinderat die im Moment unter dem Schnee verborgenen teilweise extremen Verschmutzungen der Fläche mit Hundekot und Urin. Die Hundehalter müssten hier deutlich in die Pflicht genommen werden.

Gars am Inn - In der Bürgerfragestunde zu Beginn der Gemeinderatssitzung wurde wegen eines neuen Spielplatzes in Gars nachgefragt.

Bürgermeister Norbert Strahllechner gab bekannt, dass der große Spielplatz an der Grundschule erhalten bleibt und der bisherige "Abenteuerspielbereich" im Frühjahr hergerichtet wird und neue Spielgeräte bekommt.

Deutliche Worte fand der gesamte Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu den Verschmutzungen des Spielplatzes an der Grundschule in Gars mit Hundekot und Urin. Rainer Hubl nannte die Verschmutzung "gigantisch" und schlug vor, statt Hundetoiletten aufzustellen dort gleich ein "Hundeverbot" zu erlassen.

Die Räte waren sich einig: "Es schaut unglaublich aus! Was sind das für Leute, die da mit ihren Hunden spazieren gehen und den Dreck nicht wegräumen?" Und die Scheiße werde dann auch noch von den mit Fug und Recht dort spielenden Kindern in Schule und Kindergarten getragen. Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister, dass man nach gezielten Meldungen mit klarer Zeugenaussage aus der Bevölkerung auch Strafen aussprechen könne.

Die vierte Änderung des Bebauungsplanes "Volksfestwiese" in Gars kann jetzt in Kraft treten. Der Marktgemeinderat beschloss sie als Satzung, nachdem die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange geprüft und abgehandelt worden waren. Schreiben der Bürger waren nicht eingegangen.

Wie berichtet musste eine Fläche im Süden neu überplant werden, weil das dort vorgesehene Ärztehaus jetzt an der Hauptstraße errichtet wurde. Nun ist wieder eine Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern vorgesehen.

Das Landratsamt monierte wegen der zusätzlichen Erschließung einen höheren Flächenverbrauch für Straßen, was Architekt Johann Schmuck so aber nicht stehen lassen wollte: "Es geht lediglich um 150 Quadratmeter. Berücksichtigt man zusätzlich die wegfallenden Parkplätze für das Ärztehaus, hat sich die Versiegelung sogar um 250 Quadratmeter reduziert."

Weiterhin bemängelte das Landratsamt, dass an der Stichstraße kein Wendeplatz mehr vorgesehen sei. Das bedeute für Müllabfuhr, Rettungsdienste und Feuerwehr ein Problem. Schmuck hat dafür aber schon Lösungsmöglichkeiten angedacht: Entweder man verlängere die Stichstraße bis zum Ulrichweg oder schaffe doch noch eine Wendemöglichkeit. Dies könne aber nach Aussprache mit den Anliegern getrennt vom jetzigen Verfahren in einer vereinfachten Änderung des Bebauungsplans festgelegt werden.

Doch wieder ganz nach Süden fortgeführt wird jetzt die "grüne Mittelachse" durch die "Volksfestwiese". Zur Sicherstellung einer gewissen Breite dieser Grünfläche behält die Gemeinde den "freiwerdenden" Grund für die Straße, die in der Breite jetzt von sechs Metern auf 4,50 Meter reduziert wird.

Der vorgesehene Spielplatz wird auf eine "Spielinsel" von 80 Quadratmetern verkleinert, weil eben entgegen den ursprünglichen Planungen der Spielplatz an der Grundschule jetzt doch nicht aufgelöst und komplett auf die Volksfestwiese verlegt wird, sondern, wie eingangs ausgeführt, erhalten bleibt.

ba/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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