Stadt weist bessere Bilanz auf als befürchtet

Wasserburg - Die Stadt hat das Jahr 2010 finanziell deutlich besser abgeschlossen als befürchtet. Entscheidend dafür war, dass ein großer Teil der geplanten Bauvorhaben nicht verwirklicht wurde.

Bahnhofs-Umbau, Hauptschul-Sanierung: Mehrere große Brocken hatte die Stadt für das letzte Jahr eingeplant. Doch dann wurde nur ein kleiner Teil davon umgesetzt, aus den verschiedensten Gründen. Und so blieben die Investitionen der Stadt deutlich unter dem Ansatz. Für Hochbau-Projekte waren gut fünf Millionen eingeplant, abgerechnet wurden schließlich 3,8 Millionen. Beim Tiefbau war das Verhältnis noch extremer: Statt 3,7 Millionen wurden nur 1,6 Millionen Euro ausgegeben.

Doch es gab auch einige andere Gründe dafür, dass die Stadt das Haushaltsjahr 2010 erheblich besser abschließen konnte, wie Kämmerer Konrad Doser im Stadtrat erläuterte. So flossen 540.000 Euro mehr über die Einkommenssteuerbeteiligung in die Kassen als geplant. Die Gewerbesteuer dagegen fiel ganz geringfügig niedriger aus. Beim Verwaltungsaufwand wurden 703.000 Euro eingespart. Und für den Kreisverkehr Burgau gab es unerwartet höhere Zuschüsse (350.000 Euro).

Unter dem Strich bedeutete dies, dass die Stadt letztes Jahr keine neuen Schulden aufnehmen musste - mit Ausnahme eines zinsvergünstigten Darlehens über 600.000 Euro. Eingeplant hatte man 4,2 Millionen. Gleichzeitig musste die Rücklage deutlich weniger geplündert werden als befürchtet. Statt 3,6 Millionen wurden "nur" 1,4 Millionen Euro entnommen.

Man könne nun noch beruhigter durch das Jahr 2011 gehen, freute sich Bürgermeister Michael Kölbl. Der erinnerte daran, dass die Stadt letztes Jahr ja auch noch 2,5 Millionen "Zuschuss" an die Stadtwerke gegeben habe, die sich damit in die Innkraftwerke eingekauft hatte. Entscheidend für das "sehr ordentliche" Ergebnis sei gewesen, dass Wasserburg letztes Jahr keine Steuereinbrüche erlebt habe wie viele andere Kommunen.

Das dürfte vor allem auch die Arbeitnehmer in der Stadt freuen, bedeutete es für sie doch auch relativ sichere Arbeitsplätze - und für alle Bürger eine weitere Reduzierung der Pro-Kopf-Verschuldung um zehn auf 309 Euro. Dieser Wert ist allerdings in zweifacher Weise theoretischer Natur, stehen doch nach Abschluss des Jahres 2010 den 3,7 Millionen Schulden der Stadt stolze 9,7 Millionen Euro an Rücklagen gegenüber.

koe/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser