Stadtjugendfest: Nur einzelne Ausfälle

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Wasserburg - Eine überaus positive Bilanz zieht die Polizei vom Wasserburger Stadtjugendfest: Bei den Jugendschutzkontrollen gab es nur wenige Ausfälle.

Jugendliche, die sich „bis ins Koma saufen“ oder unter Alkoholeinfluss (teils schwerwiegende) Körperverletzungen begehen – leider inzwischen auch in Bayern ein alltägliches Bild. Um diesem Trend entgegen zu wirken, werden durch die Polizeiinspektion Wasserburg regelmäßig Jugendschutzkontrollen durchgeführt. So war dies auch am Samstag beim Wasserburger Stadtjugendfests der Fall.

Das jährlich stattfindende Stadtjugendfest soll den Jugendlichen zeigen, dass man auch ohne Alkohol Spaß haben und feiern kann. Dementsprechend wurde durch den Veranstalter, den Jugendtreff INNSEKT, komplett auf den Verkauf alkoholischer Getränke verzichtet. Ganz in diesem Geiste war es das erklärte Ziel der Polizeiinspektion Wasserburg, durch Kontrollen zu unterbinden, dass Jugendliche alkoholische Getränke von außerhalb zur Veranstaltung mitbrächten und dort konsumierten oder bereits alkoholisiert dorthin kämen.

Besonders erwähnenswert ist der Aufgriff eines 13-jähriger Wasserburgers mit einem für dieses Alter besorgniserregenden Wert von 0,6 Promille. Des Weiteren wurden durch die Polizeibeamten im näheren Umfeld der Veranstaltung bei fünf Jugendlichen Wodka, Kräuterlikör oder Tabakwaren sichergestellt, da diese nach dem Gesetz erst ab 18 Jahren erlaubt sind.

Ein weiterer Jugendlicher wurde auf dem Inndamm beim Konsumieren von Cannabis angetroffen; ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Stadtjugendfest Zwei

Trotz dieser Einzelfälle verlief das Stadtjugendfest aus polizeilicher Sicht äußerst friedlich. Die Tatsache, dass sich die Jugendlichen zum Konsumieren ihrer alkoholischen Getränke von der Veranstaltung zurückgezogen haben, zeigt, dass sich der Veranstalter als verlässlicher Garant des Jugendschutzes herausgestellt hat.

Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Abend lag auf der Kontrolle der örtlichen Tankstellen im Hinblick auf die Abgabe von Tabakwaren und branntweinhaltigen Getränken an Jugendliche. Hier stellten die Wasserburger Polizeibeamten einen bußgeldbewährten Verstoß eines Tankstellenverkäufers fest, der einem Jugendlichen eine Flasche Kräuterlikör verkauft hatte.

Zudem wurde an diesem Abend die Einhaltung der durch das Jugendschutzgesetz vorgeschriebenen Aufenthaltszeiten in Gaststätten und Diskotheken überwacht. Von den fünf kontrollierten Schankwirtschaften wurde lediglich in einer nach Mitternacht noch ein 17-jähriges Mädchen angetroffen. Auch hier muss der Betreiber nun mit einer Ordnungswidrigkeiteinanzeige rechnen.

Insgesamt ist den meisten Wasserburger Gaststättenbetreibern jedoch ein Lob für die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes auszusprechen. Nichtsdestotrotz werden auch in Zukunft weiterhin vermehrt Jugendschutzkontrollen im Wasserburger Raum durchgeführt werden. Mehr Informationen zum Thema Jugendschutz erhalten Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (http://www.stmas.bayern.de/jugend/jugendschutz/index.htm), bei allen Jugendämtern oder Ihrer örtlichen Polizeiinspektion.

Pressemeldung PI Wasserburg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © aj

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