Molkereien unterstützen Milcherzeuger

Wasserburg - 52 Milchbauern weniger als noch vor einem Jahr gibt es im Bereich der Milcherzeugergemeinschaft Wasserburg-Ebersberg - und dennoch hat diese starke Partner zur Seite.

Bei der Vertreterversammlung der Milcherzeugergemeinschaft Wasserburg-Ebersberg (MEG) berichtete der Vorsitzende, Jakob Niedermaier, über die Entwicklung der MEG, deren Mitglieder ihre Milch an unterschiedliche Molkereien verkaufen. Da in der MEG nur aktive Milchbauern Mitglied sein können, sank die Mitgliederzahl durch Betriebsaufgaben beziehungsweise Produktionsumstellung um 52 auf 947. Trotzdem steigerte die MEG die vermarktete Milchmenge um 4,4 Millionen Kilogramm auf 198,8 Millionen Kilogramm.

Im Mittelpunkt des Vortrages standen die Milchpreise, die sich im Vergleich zum Vorjahr wieder positiver entwickelten. Waren es 2009 noch 27,10 Cent pro Kilogramm Milch, die die Landwirte erhielten, so stieg der Betrag im letzten Jahr auf 31,9 Cent. Diese Auszahlung ist aber laut Niedermaier weiterhin unbefriedigend in Hinblick auf die starken Kostensteigerungen der letzten Jahre.

Die Vertragsmolkerei Alpenhain in Lehen ist laut Niedermaier mit 32,34 Cent pro Kilogramm Milch der beste Auszahler innerhalb der MEG Wasserburg. Die Vertragsmolkereien Alpenhain, Bauer und Meggle kamen in der "Bayerischen Hitliste" unter die besten zehn Auszahler. Nur die Molkerei Jäger "schwächelte etwas bei der Auszahlung durch die Absatzprobleme beim Mozzarella". Niedermaier hob die Bedeutung der starken Vertragspartner der MEG hervor. Der Zweite Vorstand, Sebastian Fischer, präsentierte anschließend die Jahresrechnung, die wieder ein leichtes Plus ergab.

Das Hauptreferat des Abends hielten Wolfgang Hampel, Leiter des Landwirtschaftsamtes in Rosenheim, und seine Mitarbeiterin Sandra Mühlbauer zu "Bedeutung und Tendenzen der Milchviehhaltung" im Landkreis. Sie berichteten über die Chancen und Risiken der Milchviehhaltung sowie über den sich nach und nach vollziehenden Strukturwandel hin zu immer größeren Betrieben.

Die Referenten bewerten die Zukunft der Milchviehhaltung positiv. Gründe dafür sind die guten natürlichen Voraussetzungen, die wettbewerbsstarken Molkereien, die starke Rasse Fleckvieh und eine gute Aus- und Weiterbildung. Problematisch wurde die Flächenknappheit, der Fachkräftemangel, die Kürzung von Förderungen als auch eine schwindende Akzeptanz in der Bevölkerung gesehen.

Zum Schluss hatte noch Maria Noichl, MdL, das Wort und berichtete von ihrer Arbeit im Agrarausschuss im bayerischen Landtag.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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