Was steckt hinter der Brandserie?

Rosenheim/Bad Feilnbach - Seit Freitag gab es in der Region vier Großbrände mit ungeklärter Ursache. Zuletzt brannte ein Feldstadel lichterloh.

Die Brandserie in Rosenheim und Umgebung, die seit kurzem die Kripo beschäftigt, geht weiter. Bei Bad Feilnbach stand am späten Dienstagabend ein Feldstadel lichterloh in Flammen.

Damit hat sich die Zahl der Großbrände mit ungeklärter Ursache seit Freitag auf vier erhöht. Nur beim Feuer auf dem Kleppergelände in Rosenheim gehen die Brandfahnder von einem technischen Defekt aus. Das Feuer im Innenhof eines Wohnblocks in der Samerstraße in Rosenheim wurde vermutlich gelegt, bei den Stadel-Bränden in Großkarolinefeld und jetzt in Bad Feilnbach ist Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

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Es war 23 Uhr, als mehrere Personen am Dienstag einen Feuerschein im Bereich Hausstatt (Gemeinde Bad Feilnbach) bemerkten. Sie verständigten Feuerwehr und Polizei. Als die Einsatzkräfte wenig später am Brandort in der Hausstattstraße ankamen, war der Feldstadel bereits größtenteils niedergebrannt. Das Holzgebäude wurde samt Inhalt - dort waren Stroh und Heu gelagert - weitestgehend zerstört. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf rund 60.000 Euro.

Die Rosenheimer Kriminalpolizei ermittelt. Derzeit seien noch keine Aussagen zur Brandursache möglich, hieß es gestern. Deshalb bittet die Kripo um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die im Bereich des Brandortes bei Hausstatt am Dienstagabend Personen oder Fahrzeuge festgestellt haben, werden gebeten, sich unter Telefon 08031/200-0, zu melden.

Warum vier Nächte zuvor am östlichen Ortseingang von Großkarolinenfeld ein Holzschuppen in Flammen aufgegangen ist, bleibt weiterhin offen. Auch hierzu sucht die Polizei weiterhin Zeugen. Das Feuer breitete sich um 23.15 Uhr aus, Stunden zuvor waren zwischen 16.30 und 17.30 und zwei Jugendliche am Stadel gesehen worden.

Bei den Ermittlungen rund um den Brand eines Autos im Innenhof eines Wohnblocks in der Samerstraße sind die Fahnder schon einen großen Schritt weiter. Wahrscheinlich wurde ein neben dem Wagen stehender Roller, der mit einer Plane zugedeckt war, angezündet. Wer dort am Sonntagfrüh gegen 6 Uhr Verdächtiges beobachtet hat, sollte sich ebenfalls bei der Polizei melden.

Die Ursache für das Feuer auf dem Kleppergelände, das den größten Schaden angerichtet hat, ist hingegen ein technischer Defekt im Motorraum eines Radladers. Davon gehen die Gutachter des Landeskriminalamtes nach einer Untersuchung aus. Wie berichtet, hat der Brand einigen Mauern umstehender Gebäude schwer zugesetzt. Der Sachschaden wurde zunächst auf rund 300.000 Euro geschätzt. Sollte die Statik beeinträchtigt worden sein, könnte er noch wesentlich höher liegen.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

Stadelbrand in Großkarolinenfeld - Teil 1

Stadelbrand in Großkarolinenfeld - Teil 2

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © fib/BR

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