Stehen 898 Wohnungen vor dem Verkauf?

Rosenheim - Die BayernLB muss sich wohl von ihren 898 Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (GBW) in Rosenheim trennen. Noichl drängt die Stadt zur Übernahme.

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon musste jetzt doch einräumen, dass aufgrund des Landesbank-Desasters die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft (GBW AG), deren 33.000 Wohnungen sich bislang im Besitz der BayernLB befinden, wohl verkauft werden muss. Die SPD-Landtagsabgeordnete und Rosenheimer Stadträtin Maria Noichl fürchte um die 898 Wohnungen in der Stadt Rosenheim, die zu den bayernweit 33.000 Wohnungen mit insgesamt 85.000 Mieterinnen und Mieter gehören. „Schon vor Monaten hat die SPD-Stadtratsfraktion mit einem Antrag auf den drohenden Verkauf hingewiesen. Jetzt wird es ernst“, so Fraktionsvorsitzende Gabi Leicht.

Wie sich dies alles für die Mieterinnen und Mieter auswirkt, ist noch völlig offen. Die Landtags-SPD fordert in entsprechenden Anträgen im Landtag Zusatzverträge für die Mieter, damit diese besser geschützt werden.

Leider hat die Staatsregierung seit 2009 alle Initiativen der SPD zum Mieterschutz abgeblockt. „Wir wollen Sicherheit für die Mieter, die Preiserhöhungen wegen Luxussanierungen oder Kündigungen zu befürchten haben“ so Noichl. „Es ist höchste Zeit für die Stadt Rosenheim, hier etwas zu tun. Noichl plädiert für ein zügiges Handeln der Stadt. „Bevor Heuschrecken auf den Geschmack kommen, müssen wir als Stadt möglichst viele Wohnungen aufkaufen, um somit die Mieter zu schützen und kostengünstigen Wohnraum in Rosenheim zu sichern.“

Pressemeldung Maria Noichl

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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