Das kommt auf die Angestellten zu

Krones will 500 Stellen abbauen - auch Standorte Rosenheim und Raubling betroffen

Krones AG
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Der Abfüll- und Verpackungsanlagenbauer Krones gab bekannt, bis zu seiner 500 Stellen abzubauen zu wollen.

Rosenheim/Neutraubling - Krones sieht sich in Anbetracht der aus der Corona-Pandemie resultierenden Wirtschaftskrise gezwungen, ihre Personal durch sogenannte Freiwilligenprogramme zu reduzieren. Auch in Rosenheim und Raubling.

Das Wichtigste in Kürze:


  • Ein Stellenabbau Krones ist unumgänglich
  • Deutschlandweit 500 Stellen sind betroffen - auch die Standorte Rosenheim und Raubling
  • Freiwilligenprogramme sollen bei dem Abbau der Stellen helfen

„Wir müssen reagieren“, so Ingrid Reuschl, Presseprecherin der Krones AG gegenüber rosenheim24.de. „Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden ist extrem zurückhaltend. “ Diese fehlende Bereitschaft bekomme das Unternehmen erheblich zu spüren. Programme zum Stellenabbau Krones sind deshalb geplant.


Stellenabbau Krones: Das kommt auf die Angestellten zu

Konkret bedeutet das für die Angestellten von Krones nun: 

Sogenannte Freiwilligenprogramme sollen genutzt werden, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zu ermöglichen, den „Ausstieg bei Krones beziehungsweise den Übertritt in den Ruhestand finanziell abzusichern.“

In einer Pressemitteilung zum geplanten Stellenabbau Krones heißt es dazu weiter: „Im Rahmen dieser Programme werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die entweder in bestimmten Organisationsbereichen beschäftigt oder in ausgewählten Berufsbildern tätig sind, individuell ausgearbeitete Aufhebungsverträge angeboten. Zusätzlich werden allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 59 Jahre oder älter sind, Angebote für einen Eintritt in den Vorruhestand unterbreitet.“

Bereits im September 2019 hielten sich hartnäckig Gerüchte um einen Stellenabbau bei Krones.

Stellenabbau Krones: Umsatz auf internationalem Getränkemarkt niedrig

Obwohl Kundenbefragungen und Marktanalysen aufzeigen würden, dass die „Talsohle durchschritten ist“, stabilisieren sich Auftragseingang und Umsatz auf dem internationalen Getränkemarkt nur auf niedrigem Niveau. Ein Stellenabbau Krones scheint deshalb unumgänglich. Man gehe davon aus, dass der Markt gut drei bis vier Jahre brauchen werde, um sich von diesen schwerwiegenden Auswirkungen der Corona-Pandemie zu erholen.

Stellenabbau Krones: Orientierung an Weltwirtschaftskrise 2008

„Diese Annahme speist sich aus zwei Erfahrungswerten“, so Reuschl weiter. Zunächst habe man sich die Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 orientiert. In dieser Krise habe es zwei bis drei Jahre gedauert, bis man wieder auf dem Vor-Niveau angekommen sei. „Der Unterschied zu der damaligen Krise war aber, dass der Getränkemarkt damals nicht so schwer betroffen war“. 

Stellenabbau Krones: Kunden können nicht mehr auf Markt investieren

Der zweite Erfahrungswert seien die Gespräche mit den Kunden gewesen. „Brauereien in Brasilien und Mexiko sind aufgrund von Corona teilweise komplett geschlossen.“ Durch diesen einhergehenden Einbruch des Umsatzes seien die Unternehmen nicht mehr in der Lage, auf dem Markt zu investieren. „Es ist irre, wie die Pandemie weltweit wütet.“ Krones wird von dieser fehlenden Investitionsbereitschaft auf dem Weltmarkt schwer getroffen.

Mit den geplanten Programmen soll der Stellenabbau Krones 500 Arbeitsplätze umfassen. Die Laufzeit der Programme sei zeitlich begrenzt. Auch im Ausland würde es ähnliche Vorgänge zum Stellenabbau geben.

fgr/Pressemeldung Krones AG

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