Banges Warten bei der SPD

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Rosenheim - Am Tag nach der Landtagswahl 2013: Strahlende Zeiten für die christsozialen Direktkandidaten. Für die Kandidaten der SPD zählt jetzt dagegen nur noch eins: die Zweitstimme.

Während die Kollegen von der ortsansässigen CSU bereits am Vorabend aus dem Feiern nicht mehr raus kamen, müssen viele Kandidaten der Oppositionsparteien um ihren Einzug in den bayerischen Landtag bangen. Eine von ihnen ist die Rosenheimerin Maria Noichl von der SPD.

2008 wurde sie aufgrund eines außerordentlichen Zweitstimmenergebnisses, mit über 6000 Kreuzen aus allen oberbayerischen Wahlkreisen, in den Landtag berufen. Wie sich das Ergebnis für dieses Jahr gestaltet, steht noch in den Sternen.

Dabei hatte sich die Lehrerin bereits für die Wahl 2008 einen Kniff einfallen lassen. Sie kandidierte, damals wie heute, im Stimmkreis Rosenheim West, um Ihre Bekanntheit im Stimmkreis Ost für ihre Zweitstimme nutzbar zu machen.

Nach gestriger Zählung habe die gelernte Hauswirtschafterin aktuell ähnlich soviele Stimmen, wie bei der letzten Landtagswahl 2008.

Es sei enorm schwierig, sich in Oberbayern parteiintern gegen die starken Kollegen aus dem Raum München durchzusetzten, die von Vorne herein auf eine stärkere Basis und somit mehr Erststimmen zurückgreifen könnten. Sie sei jedoch zuversichtlich, ein ähnlich starkes Zweitstimmenergebnis vorausgesetzt, den Einzug erneut zu schaffen. Man solle lediglich die finalen Ergebnisse im Laufe der nächsten Tage abwarten.

Weniger zuversichtlich äusserte sich am Wahlabend noch Dr. Manfred Bischoff, Parteikollege und Direktkandidat im Stimmkreis Rosenheim Ost. Der auf Listenplatz 30 stehende Vorsitzende der SPD in Rosenheim, bemängelte seine geringe Bekanntschaft unter den Bürgern, gab aber gleichzeitig an, auch in Zukunft weiter aktiv für die SPD zu arbeiten, seinen Hauptaugenmerk auf die Kommunalarbeit zu richten und seine Tätigkeit Kreisvorsitzender in den Vordergrund zu stellen. Versäumnisse sehe der aus Feldkirchen stammende Manfred Bischoff bei den Koalitionspartner. Hätte man ähnlich wie die SPD zwei bis drei Prozentpunkte gut machen können, wäre es gelungen die CSU vom Thron zu stoßen.

Noch gilt es also zu zittern für die Rosenheimer SPD. Maria Noichl sehe jedoch auch bei einem negativen Ausgang bei der Landtagswahl positiv in ihre Zukunft. Als Lehrerin habe sie dann endlich wieder mehr Freizeit, der Entscheidung der Bürger könne sie sich sowieso nur unterordnen. Eine definitive Aussage wäre aber erst in den nächsten Tagen möglich, die Auszählung der Zweitstimmen sei bekanntlich noch in vollem Gang.

Was mit den Angestellten ihres Büros in Rosenheim geschehen soll, beantworte sie klar, wenn auch ein wenig wehmütig: Für den Fall, dass die Zweitstimmen nicht reichten, müssten sich die beiden Angestellten nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen.

sl/rosenheim24

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Sascha Ludwig

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