Straßen, Kanal und der Schlossturm

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Haag - Bei der ersten Ortsteilversammlung interessierten die Bürger die Zustände der Straßen, der Kanalanschluss, die Asphaltanlage und die aktuelle Situation um den Schlossturm.

Für die momentane Straßenerneuerung um Sinkenbach und Bichl versicherte Bürgermeister Hermann Dumbs im Gasthaus Maier in Stauden, dass die Maßnahme heuer abgeschlossen wird. Weniger aussichtsreich sei eine Verbesserung der Sandstraße von Winden nach Brand. Hier parkten nachts die Lkws. Wenigstens die letzten 100 Meter zur B 12 sollten geteert werden, finden die Anlieger. Dagegen spricht nach Dumbs, dass die Straße nur auf einer Seite Baurecht aufweist. Die Gemeinde habe den nötigen Grund zwar schon erworben. Die Neugestaltung aber koste viel Geld. Die Erschließung sei zu dürftig. Ziel sei generell, den Lkw-Verkehr über B 12 und Kreisverkehr aus Winden herauszuhalten.

Nicht gelten ließ Bürgermeister Hermann Dumbs die Behauptung, die Dorfstraße in Winden sei durch den Radweg enger geworden. Die Randsteine seien aus Sicherheitsgründen gesetzt, die Übersichtlichkeit gegeben.

Für die Hausanschlüsse des Kläranlagennetzes erklärte er auf Nachfrage, dass jeder selber verantwortlich sei. Firmen könnten damit beauftragt werden, die offizielle Abnahme könne ebenfalls eine Baufirma vornehmen. Für Ställe gebe es einen zweiten Wasserzähler ohne Kanalgebühr. Es bestehe ein Anschluss- und Benutzungszwang.

"Es hat wieder gestunken", behaupteten die Anlieger zum Betrieb der Asphaltanlage; "man riecht nichts", sagte Dumbs. Er selbst kontrolliere des Öfteren. Derzeit werde eine Masse Teer zum Straßenbau geliefert. Der Transport erfolge im abgedeckten Lkw. Zu den Vorwürfen, die Anlieger könnten "Hochgiftiges einatmen", verwies Dumbs auf die aktuelle Immissionsschutzrichtlinie und "die Betreiberfirma lädt die Anlieger ein, den Betrieb zu besichtigen".

Gegen die durch die Kiesgruben verursachten "Mondlandschaften" sei nichts zu unternehmen. Der Anblick südlich der B 12 bleibe so, da es sich zwischen Haag und Maitenbeth um ein Kiesvorranggebiet handle.

Weitere Fragen betrafen die ausstehenden Schilder für die Tempo-30-Zone in Oberndorf. Sie werden so bald wie möglich geliefert. Der Bauhof ist nach Bürgermeister Hermann Dumbs "derzeit etwas knapp besetzt."

Zum Schlossturm zitierte der Bürgermeister aus neuesten Gesprächen mit der Regierung das wiederholt vorgeschlagene Angebot der Regierung, die Gemeinde Haag solle den Schlossturm für einen Euro kaufen. Dann dürfe sie 650 000 Euro aus dem Denkmalschutz zur Sanierung erwarten. 60 Prozent der Restsumme können aus der Städtebauförderung bestritten werden. So habe Haag von den 1,5 Millionen rund 300 000 Euro selber zu tragen. Kaputt am Schlossturm sei das Dach, die verfaulten "Wasserhölzer", er hat einen Innenriss und der Putz fällt weg. Letzteres habe der Denkmalschutz im Jahre 1987 selber durch Anbringen des falschen Materials verursacht.

Zur Gestaltung des Zehentstadels wusste Dumbs, dass die Außensanierung heuer abgeschlossen werde. Dann beginne man mit dem Einbau der Bibliothek im Westen. In der Mitte könnten die Markthallen entstehen. Der Bräuhausplatz befinde sich jetzt schließlich im Eigentum der Gemeinde.

xy/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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