Studienfahrt: Grenzenlose Einblicke

+

Altenhohenau/Wien - Dreissig Schüler/innen der Caritas Fachschule für Heilerziehungspflege aus Altenhohenau verlegten, unterstützt von zwei Lehrkräften einen praktischen Teil ihrer Ausbildung nach Wien, um dort Erfahrungen in verschiedensten Einrichtungen für behinderte Mitmenschen zu sammeln.

Die erste Station wurde im Schloß Hartheim bei Linz eingelegt, um die Ausstellung „Macht der Sprache“ zu besuchen, in der deutlich wurde dass die Ursprünge des kastellartigen Renaissancebau Schloß Hartheim während des zweiten Weltkrieges durch die Nationalsozialisten mehr als prägend im Rahmen des NS-Euthanasieprogrammes mißbraucht wurden. Erwähnenswert ist der Brückenschlag der NS-Vergangenheit mit der heutigen Gegenwartsbewältigung im Rahmen der Daueraustellung „Wert des Lebens“ die sich jährlich den 60.000 Besuchern im historischen Schloßensemble erschließt. In Wien führte der Weg der angehenden HeilerziehungspflegerInnen in das österreichische Bundes-Blindeninstitut, in dem „Hilfe zur Selbsthilfe“ für sehbehinderte und blinde Menschen mit Hauptaugenmerk auf größtmögliche Mobilität gelegt wird. Die Aufgaben des Instituts umfaßt schulische Aus- und Weiterbildung, berufsbildene Maßnahmen bis zur lebensqualitativ gesteigerten Freizeitgestaltung wie Skifahren.

Bereits am gleichen Nachmittag tauschten die FachschülerInnen der Heilerziehungspflege den Wiener Großstadtlärm gegen die ruhige und entspannende Umgebung der Tagesstätte für Menschen mit Authismus. In dieser Tagesstätte werden Authisten an lebenspraktische und künstlerische Fähigkeiten und Fertigkeiten herangeführt. Diese Ergebnisse aus urspünglichen Materialien wie Holz, Ton und Farbe beeindruckten die Besucher nachhaltig. Vor der Heimfahrt nach Deutschland wurde eine sozialintegrative Kantine mit Cateringservice besucht, in der Langzeitarbeitslose und Menschen mit psychischer Erkrankung innerhalb von neun Monaten die Möglichkeit geboten wird Fuß im Gastronomiegewerbe zu fassen. Das Projekt wurde gemeinsam von vier Fachschülern/innen geplant, die auch als Reiseleitung jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung standen. Als Fazit wurde erkennbar, dass die angehenden Heilerziehungspfleger breitgefächerte Möglichkeiten haben, ihr Wissen zukünftig in ihrem Beruf individuell anzuwenden.

aj-redaktion

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Region Wasserburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser