Technikerschule nach Wasserburg

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Das Schild gibt es schon, die ersten Anmeldungen auch: Ab 11.September schließt die Technikerschule in Wasserburg die Lücke zwischen Berufs- und Meisterschule. Die verantwortlichen Lehrkräfte sind Christoph Röschlein, Christian Artmann und Alfred Brendler (hinten von links).

Wasserburg - Im September geht es los, da macht in Wasserburg die Technikerschule für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie auf.

Damit ist die Lücke zwischen Berufsschule und Meisterschule geschlossen.15 Fachschulen der verschiedensten Richtungen eröffnet der Freistaat neu. 14 davon in den strukturschwachen Regionen Bayerns, die 15. im so gar nicht strukturschwachen Wasserburg. Dank einer Koproduktion von Politik und Schule.

Oberstudiendirektor Gerhard Heindl, Leiter der Berufsschulen im Landkreis Rosenheim, sei auf ihn zugekommen, erinnert sich MdL Klaus Stöttner, und habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es zum einen die Lücke zwischen Berufsschule und Meisterausbildung gebe und dass zum anderen die entsprechende Entscheidung anstehe. Dann sei alles relativ schnell gegangen. Wobei der gute Ruf der Wasserburger Berufsschule, gerade im Ausbildungszweig Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik, ihm und Landtagskollegin Annemarie Biechl den Einsatz sehr erleichtert hätte, so Stöttner.

Seit den 70er-Jahren wird an der Berufsschule Wasserburg im Bereich Kunststofftechnik ausgebildet, seit zehn Jahren stellen die Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik mit 200 Schülern pro Jahrgang die größte Gruppe an der Wasserburger Berufsschule. Immer wieder habe es Anfragen der Ausbildungsbetriebe gegeben, ob denn nicht an der Berufsschule Wasserburg eine berufliche Weiterbildung möglich sei, so Schulleiter Gerhard Heindl. "Seit zehn, zwölf Jahren haben wir in dieser Angelegenheit gebohrt, jetzt hat sich ein langgehegter Wunsch erfüllt", so Heindl.

Sachaufwandsträger der Technikerschule ist der Landkreis Rosenheim. "Wir wollen uns diese Schule leisten", so Landrat Josef Neiderhell. Zumal die notwendige Ausstattung in weiten Teilen wegen der Ausbildung an der Berufsschule ohnehin vorhanden ist, nur Ergänzungen, zum Beispiel im Labor, notwendig sind. Anmelden können sich Bewerber mit einer abgeschlossenen einschlägigen Ausbildung und einem Jahr Berufserfahrung oder Bewerber, die zwar keine einschlägige Berufsausbildung haben aber seit sieben Jahren in einem entsprechenden Beruf arbeiten.

Die Vollzeitausbildung an der Technikerschule dauert zwei Schuljahre, danach sind die Absolventen staatlich geprüfte Techniker für Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie. Mit einer Ergänzungsprüfung in Mathematik erlangen sie zudem die Fachhochschulreife. Schulgeld wird keines erhoben, BAföG kann beantragt werden. Mehr Informationen zur Technikerschule sowie die Anmeldeformulare gibt es auf der Homepage der Berufsschule Wasserburg unter www.berufsschule-wasserburg.de oder unter Telefon 08071 / 9229970.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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