Tische bleiben drinnen

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Darf man hier im Sommer abends draußen sitzen? Die Stadtverwaltung und eine Mehrheit des Bauausschusses lehnen das ab: Rollstuhlfahrer und Rettungswagen hätten dann Probleme.

Wasserburg - Darf man in der Schustergasse als Gastronom am Abend Tische vors Lokal stellen? Die Abgeordneten Aß (CSU) und Stadler (Die Grünen) sagen ja, doch der Bauausschuss sieht das anders...

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der Wasserburger Zeitung:

Tische bleiben drinnen

"Da sind doch tagsüber mehr Hindernisse, als die paar Tische am Abend" waren sich Andreas Aß (CSU) und Christian Stadler (Die Grünen) einig, dass sie mit einer Sondernutzung in der unteren Schustergasse leben könnten. Die Mehrheit des Bauausschusses konnte es nicht.

Ein paar Tische und Stühle vor dem Lokal in der unteren Schustergasse, das wünschten sich die Pächter und stellten einen entsprechenden Antrag auf Sondernutzung. Die Tische und Stühle würden erst um 18 Uhr herausgestellt.

Die Verwaltung sei sich einig, dass sie das nicht wolle, so Bürgermeister Michael Kölbl in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Sie wolle aber wissen, wie der Bauausschuss das sehe. Aus Sicht der Verwaltung sei die untere Schustergasse zwar Fußgängerzone aber eben auch Zuweg für Rettungsfahrzeuge, für die eine Durchfahrt gewährleistet sein müsse - wie dies im Fußgängerbereich der Salzsenderzeile der Fall sei. Und sonst seien die Gastgärten meist auf Parkplätzen.

Angesichts der Schuhregale, Werbeaufsteller, Kleiderkarusselle und Autos befanden Stadler und Aß, dass es tagsüber mehr Hindernisse in der unteren Schustergasse gebe als es die paar Tische und Stühle am Abend wären. Sie könnten sich eine Sondernutzung vorstellen.

Helmut Schmid vom Bauamt erinnerte daran, dass ein 1,20 Meter breiter Durchgang für Rollstuhl- und Rollatornutzer bleiben müsse. Es sei davon auszugehen, dass zwar die Pächter des Lokals die Tische und Stühle entsprechend aufstellen, die Gäste aber sicher bequem zurückrutschen. Da bekam er Unterstützung von der Seniorenbeauftragten Friederike Kayser-Büker (SPD), die auch davon ausging, "dass sich die Gäste ausbreiten und dann kein Weg mehr frei ist."

Der Bauausschuss entschied gegen die Stimmen von Stadler und Aß mehrheitlich, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und den Antrag auf Erteilung einer Sondernutzung abzulehnen.

syl/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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