"Tour de "Rolli" von Attl nach Wasserburg

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Mit dem "Rollfiets", einer Mischung aus Rollstuhl und Fahrrad, chauffierten die Triathleten des TSV 1880 Wasserburg die Betreuten von Attel nach Wasserburg und zurück.

Wasserburg-Attl - Sich auf das Rad schwingen und den Wind um die Nase wehen lassen - das klingt nach einem perfekten Ausflug. Für Menschen mit Behinderung ist das fast unmöglich.

Für Menschen, die mit schweren geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen zurechtkommen müssen, ist diese Art der Freizeitgestaltung nahezu unmöglich. Das muss nicht sein, dachten sich einige findige Mitarbeiter aus der Stiftung Attl und veranstalteten deshalb für ihre Betreuten die "Tour de Rolli". Mit speziellen "Rollfiets", das ist eine Kombination aus Rollstuhl und Fahrrad, wollte man den Menschen mit Behinderung auch einmal das Gefühl eines richtigen Radl-Ausflugs bieten.

Doch da standen die Betreuer vor der nächsten Hürde. Denn so ein Gefährt bringt mit zwei Personen schon einmal bis zu zweihundert Kilogramm auf die Waage. Zu viel, wenn es darum geht, auf der Rückfahrt von Wasserburg nach Attel den Köbingerberg auch wieder hinauf zu kommen. Also musste professionelle Hilfe her. Und die bekam man auch von den Triathleten des TSV Wasserburg. Unter der Leitung von Stefan Seitz übernahmen sie die Rollstuhlfahrräder. Für die trainierten Radsportler, die jetzt mitten in ihrer Hauptsaison sind, eine willkommene Abwechslung. Weitere Unterstützung gab es von der mobilen Einsatztruppe der Johanniter, die mit Rad und Erste-Hilfe-Rucksack die Radler betreute.

Zwar gab es die eine oder andere kleine Unterbrechung wegen einer lockeren Schraube oder dem kurzfristigen Ausfalls eines Hilfsmotors; letzten Endes kamen aber alle Teilnehmer an ihrem Zielort, am Marienplatz mitten in der Altstadt, an. Das Wirtsehepaar Monika und Jürgen Häuslmann war von der ganzen Aktion so begeistert, dass sie spontan alle Radler umsonst vor ihrem Lokal bewirteten.

Die Veranstalter der Tour, Wohnbereichsleiter Rupert Ober sowie Lena Niggl und Uli Huber von der Bewegungs- und Sportgruppe aus der Stiftung Attl, zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Radlausflug und machen sich derweil schon Gedanken über künftige, ähnliche Aktionen.

re/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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