Kritik an Stromnetz-Betreiber

Trauer um Rotter Storch

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Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Über das erstmals hier brütende Storchenpaar freuten sich viele Rotter. Jetzt starb eines der Tiere offensichtlich an einem Stromschlag.

Rott - In diesem Jahr wird es in Rott keine Storchenkinder geben. Das steht seit Pfingsten fest. Auf dem Alpma-Kamin rührt sich nichts mehr.

Wie schon kurz berichtet fand der Bauer zu Füßen eines Starkstrommastens am Rande der Siedlung beim Grasmähen den Kadaver eines der Störche, der offensichtlich einen Stromschlag erlitten hatte, als er auf den nahen Kamin zuflog. Jetzt herrscht große Betrübnis bei allen Storchenfreunden.

Der Storch wurde von der benachbarten Familie begraben, die Kinder haben ihm Blumen auf sein Grab gestellt.

Bei den traurigen Erwachsenen ist inzwischen Kritik am Netzbetreiber aufgekommen. Dass so nahe bei einer Siedlung überhaupt noch mit Oberleitungen gearbeitet wird, versteht niemand so recht. Und wenn schon: Eon hätte doch mindestens zum Schutz der unter Naturschutz stehenden großen Vögel auf dem Mast einen Abstandhalter anbringen können, zumal dieser Vogel nicht das erste Opfer eines Stromschlags sei, heißt es.

Aber vielleicht geschieht das ja jetzt, dann hätte das schöne Tier zumindest nicht umsonst sterben müssen. Und vielleicht hat dann nächstes Jahr ein Storchenpaar wieder Lust auf Rott - und mehr Glück.

ags/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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