Trollige Elfen führen Regiment

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Die "Guten Elfen" haben jetzt den Rathausschlüssel. Dem Bürgermeister versprachen sie: "Alles wird gut".

Wasserburg - Die "Guten Elfen" der Wasserburger Garde haben beim Badriazzo die Regentschaft von Bürgermeister Michael Kölbl übernommen und versprachen bis zum Aschermittwoch:

Im ihren Jubiläumsjahr tanzten zum Auftakt der Ballnacht die Wasserburger Schäffler vor einem begeisterten Publikum, begrüßt von Badriazzo Jörg Herwegh. Er erklärte nach dem traditionellen Auftritt der Schäffler den Ball offiziell für eröffnet und gab zum Schneewalzer das Parkett für den Eröffnungstanz durch Bürgermeister Michael Kölbl und seine Ehefrau frei. Das Paar blieb nicht lang allein, denn schon nach wenigen Takten folgten weitere Ehrengäste und Ballbesucher. Zu diesem Faschingsauftakt in Wasserburg tanzten heuer über 500 begeisterte Ballbesucher in der mit rotweißen Stoffbahnen dekorierten Badria-Halle bei stimmungsvoller Live-Musik und einem schmackhaften Drei-Gänge-Menue in die "Närrische Zeit". Die Besucher zeigten sich beim runderneuerten ehemaligen "Schwarz-Weiß-Ball" in bester Balllaune. Zu späterer Stunde kamen noch weitere Tänzer dazu, die Flanierkarten ohne Menü nutzten, um zu den Klängen der Showband "Night Live" das Tanzbein zu schwingen. Die neun Musiker brachten mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire an Tanz-Hits Stimmung aufs Parkett, mit Standard- und lateinamerikanischen Rhythmen ließen sie keinerlei tänzerische Wünsche offen und bei Rumba, Mambo, Cha Cha Cha und Jive konnten sich geübte und weniger geübte Tänzer nach Herzenslust verausgaben. "Jetzt macht der Badriazzo wieder richtig Spaß", meinte ein Paar aus Eiselfing, das früher schon zu den traditionellen Schwarz-Weiß-Ball-Besuchern gehörte und fand, dass das neue Konzept aus flotter Tanzmusik und gemütlichem Essen gut gelungen ist. Tänzerisch versiert freuten sie sich mit einem befreundeten Paar aus Wasserburg darüber, dass das Programm nicht mit Einlagen überfrachtet sei und genügend Zeit zum Tanzen bleibe. Ebenso wie ein Pärchen vom Tanzkreis aus Obing, das beim Stadtball in den 40. Geburtstag der Ehefrau hineinfeierte und das buntgemischte Publikum und das angenehme Ambiente genoss.

Und wie immer dann um Mitternacht lüftete die Wasserburger Stadtgarde ihr mit einer geglückten Premiere, bis dahin streng geheim gehaltenes neues Programm "Im trolligen Land der Elfen". Düstere Trolle in schwarzen Kapuzenmänteln eroberten zu Heavy-Metal-Klängen von "Shadow in the Night" dazu für kurze Zeit die Badriazzo-Bühne und schnell breitete sich "das Böse" aus. Doch Dank des Zauberrings der Ober-Elfe konnten die Trolle in liebliche Elfen verwandelt werden, die zu den Klängen von "Meadows of Heaven" in weißen, mit grünen Glitzersteinchen besetzten Kleidchen, schließlich über eine "Himmelstreppe" aus Gardetänzern schritten. Für den schwungvollen Auftritt und die perfekte Choreografie gab es viel Applaus.

Hofmarschallin Daniela Schubert hatte mit Hofmarschall Ferdinand Schwenk Verstärkung in ihrem "verflixten siebten Jahr" geholt, und gemeinsam entführte das Paar das Publikum ins Reich der Naturwesen und Schutzgeister. Daniela Dona und Co-Trainerin Juliane Mangstl schafften es bravourös, acht neue Tänzerinnen in die 15- köpfige Formation einzubinden, und auch Ehrenpräsidentin Elfriede Gabriel zeigte sich vom Auftritt begeistert. Ebenso wie Bürgermeister Michael Kölbl, der sich auch so einen "mysteriösen Ring" wünschte, um Elfen herbeizaubern zu können. Vorher war er von zwei Gardemädchen zu heißen Rhythmen auf die Bühne begleitet worden, und im Gegenzug zum Rathausschlüssel erhielt er den ersten selbstgebastelten Orden der Saison.

Bis Aschermittwoch führen nun die "trolligen Elfen" das Regiment und Hofmarschall Schwenk gab seiner Hoffnung Ausdruck, der Schlüssel möge auch zum Finanzamt passen.

Überwiegend Lob gab es auch für das dreigängige Menü. Das flinke und zuvorkommende Servicepersonal nebst gut gelauntem Gastronom Peter Fichter behielt immer den Überblick und servierte Süßkartoffelsuppe mit Stroh, Variationen vom Spanferkel mit Pilz-Jus, Speckbohnen und Rösti und zum Dessert, passend zur Jahreszeit, ein Lebkuchen-Mousse mit Birnenpüree. Mehr als erstaunlich, wie Fichter und sein Team die Herausforderung in der 20 Quadratmeter großen Küche meisterten. Charmant führte "Badriazzo" Herweg durch den Abend und führte mit Sternwerfern ausgestattet, den Service der einzelnen Menüfolgen an.

Schönes Detail am Rande - für alle Ballbesucher gab es kostenlose Erinnerungsfotos, gesponsert vom Autohaus Weinberger, das auch die Kosten für die Garderobe übernahm. Stadtbus und Nachtexpress sorgten für die sichere Heimfahrt und erlaubten den Ballbesuchern, die bis zwei Uhr morgens das Tanzbein schwangen, auch noch einen Absacker an einer der beiden Bars.

Wasserburger Zeitung / ca

Quelle: rosenheim24.de

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