Wasserburg: Der deutsche Meister kommt

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Szene aus dem letztjährigen Finale gegen Saarlouis: Diana Pop energisch gegen Kelly Brugman.

Wasserburg - Die Spitzenclubs der Damen-Basketball-Bundesliga geben sich derzeit in Wasserburg die Klinke in die Hand. Nach Freiburg und Donau-Ries folgt am Sonntag, 16 Uhr, der Höhepunkt:

Titelverteidiger Saarlouis Royals gastiert in der Badria-Halle. Der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger ist in der Liga aktuell punktgleich mit den Rot-Weißen, das bedeutet: nur der Sieger dieses Prestigeduells bleibt Tabellenführer Marburg auf den Fersen. Das Spitzenspiel des 18. Spieltags wird von Auto Eder präsentiert. Als Hauptpreis beim Auto-Eder-Gewinnspiel winkt ein iPod Nano. Saarlouis hat den Gewinn der Meisterschaft 2010 mit finanziellen Turbulenzen bezahlt. Die alte Trägergesellschaft war überschuldet, die Liga verweigerte die Lizenz, erst eine neue GmbH bekam nachträglich die Spielberechtigung für die erste Liga. Trainer Rene Spandauw konnte trotzdem den Kern der Meistermannschaft halten, nur Romy Bärs Abgang riss eine deutliche Lücke. Der Kader ist aber in der Tiefe nicht so üppig bestückt wie noch vergangene Saison. Vor allem die Deutschen-Regelung bereitet manches mal Probleme, denn mit Stina Barnert, Janina Wellers und Isabelle Comtesse sind nur drei gestandene Bundesligaspielerinnen fit. Lina Schiffer ist seit mehr als einem Jahr verletzt, deshalb bekommt auch U18-Nationalspielerin Katharina Müller öfters Spielzeit. Kurz vor Ende der Transferperiode verstärkte sich Saarlouis jetzt noch mit Kristi Dini, die sich in ihrer Heimat USA vor allem als Dreierschützin einen Namen gemacht hat. Bislang kam sie aber ganze drei Minuten zum Einsatz. Mit Dini kann Spandauw aus insgesamt sechs ausländischen Profis wählen, die auffälligsten sind sicherlich die US-Amerikanerinnen Shanara Hollinquest (15,2 Punkte/7 Rebounds) und Tyresa Smith (14,5 Punkte/6,4 Rebounds). Ein altbekanntes Schreckgespenst sucht dagegen scheinbar seine Form: Petra Manaková blieb vergangene Woche gegen Oberhausen ohne Punkt.

All die Statistiken zählen am Sonntag vor sicherlich vollem Haus nur wenig, der Sieger des Verfolgerduells macht den vielleicht schon entscheidenden Schritt Richtung Platz zwei. Mit Luft nach oben, denn Marburg muss sowohl gegen Saarlouis als auch gegen Wasserburg nochmal ran. Meister und Vizemeister kennen sich aus vielen spannenden und emotionalen Matches in den vergangenen drei Jahren. Beinahe immer ging es um etwas, sei es die bessere Ausgangsposition vor den Play-Offs oder um den Pokaltitel oder gar die Meisterschaft. Die Unterschiede waren meist marginal und die Entscheidung fiel oft erst in den Schlussminuten oder -sekunden. Alles andere als eine enge, spannende und umkämpfte Partie würde Hans Brei sehr wundern. "Alle wissen, was auf dem Spiel steht. Keiner wird irgendetwas verschenken. Die Schlappe in Herne hat unserem Team vielleicht gerade im rechten Moment die Augen geöffnet, vieles ging irgendwie zu einfach in den letzten Wochen. Jetzt können, wollen und müssen wir die Basis für erfolgreiche Play-offs schaffen."

Spannend sind an diesem Sonntag nicht nur die 40 Minuten auf dem Feld. Auch die Halbzeit hat's in sich: da werden die Halbfinals im Pokalwettbewerb ausgelost. Das Top-4 wird am 19. und 20. März in der Innstadt stattfinden. Im Lostopf sind Marburg, Donau-Ries, Wolfenbüttel und Ausrichter Wasserburg.

fd/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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