Aktion von Fischereiverein und Naturfreunde Wasserburg an der Murn

Übel Springkraut an Wurzel packen

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Fischergewässerwart Hans Ellmer (rechts) und Robert Brandl bei der Aktion Springkraut, die jedes Jahr stattfinden soll. Foto drax

Wasserburg/Schonstett - In einer großen Gemeinschaftsaktion haben rund 30 Menschen bei großer Hitze das Ufer der Murn vom indischen Springkraut befreit.

Eine Gemeinschaftsaktion, die Aufmerksamkeit verdient hat: Über 30 Mitglieder des Kreis-Fischereivereins Wasserburg, der Naturfreunde Wasserburg und der Münchner Bank "State Street Deutschland", Anbieter von Finanzdienstleistungen für institutionelle Investoren weltweit, die sich für Naturprojekte einsetzt, kamen bei größter Hitze an der Murn im Gemeindegebiet Schonstett zusammen. Der Anlass: Das Ufer der Murn vom indischen Springkraut zu befreien und um das Übel an der Wurzel zu packen bedeutet das, die Pflanzen mit der Hand auszureißen. Auch zahlreiche Jugendliche beteiligten sich an der Aktion.

Kaum ist die Anlage beim Wasserburger neuen Bushof fertig, wächst das Springkraut prächtig. Foto heck

Durch sein starkes Wuchern, was nicht nur viele Hobby-Gärtner selbst im eigenen Grün bestätigen können, verdrängt das indische Springkraut die standortgerechte, heimische Vegetation. Das aber sorgt gerade auch an Gewässerrändern wie an der Murn für große Probleme. Das bis zu 2,50 Meter hoch werdende Springkraut hat nur faustgroße Wurzelballen und trägt daher nicht zur Bodenbefestigung bei. So wie an der Murn ist das gefährlich, weil es das Ufer bei Hochwasser schutzlos der Bodenerosion aussetzt. Einer heimischen Vegetation, die eine natürliche Ufersicherung bilden würde und Lebensraum für viele einheimische Tiere wäre, wollen der Fischereiverein und seine Freunde durch die Aktion wieder eine Chance zum Überleben geben. "Wichtig ist, so etwas regelmäßig zu tun", so Hans Ellmer, Gewässerwart der Fischer. Einmal im Jahr sei deshalb die Aktion geplant.

Jugendleiter Adi Palme freute sich besonders über das große Engagement der Schüler des Vereins und übernahm gerne das Grillen nach der Aktion. Denn eine Stärkung hatten sich alle an diesem arbeitsintensiven Sommertag redlich verdient.

Um das Springkraut ging es am Rande der jüngsten Sitzung des Wasserburger Stadtrats. Nach der Behandlung der öffentlichen Punkte regte sich Peter Stenger über das rosablühende indische Springkraut auf, das auf der ganz neu gestalteten Fläche am Bahnhofsplatz zwischen Gärtnerei und Parkplatz üpppig blüht. "Woher kommt das den so schnell?".

Der Gartenbauverein Reitmehring hatte sich angeboten, beim Kampf mit dem indischen Springkraut mitzuhelfen, wollte aber nicht in eigener Regie handeln. Nun soll eine Lösung für eine schöne Gestaltung der Fläche ohne das rosafarbene Kraut gefunden werden.

rd/vo

Quelle: rosenheim24.de

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