Überraschend verstorben

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Barbara Reithmeier verstarb am Samstagabend.

Ramerberg - Barbara Reithmeier ist tot. Diese Nachricht sorgte in Ramerberg und den Nachbargemeinden sowie bei den Politikern des Landkreises für Fassungslosigkeit. Der Tod der 66-jährigen Bürgermeisterin kam völlig überraschend.

Lähmende Betroffenheit machte sich seit Samstag Abend in Ramerberg und den Nachbargemeinden breit, als die Nachricht die Runde machte, dass Barbara Reithmeier gestorben ist. Sie kam mit dem Fahrrad von der Geburtstagsfeier ihrer Schwester und brach vor der Haustür tot zusammen. Wiederbelebungsversuche sowohl des als Sanitäter ausgebildeten Sohnes als auch des Notarztes scheiterten.

Fast die Hälfte ihres nur 66-jährigen Lebens war Barbara Reithmeier in der Kommunalpolitik aktiv. 1978 wählten die Ramerberger die direkte, warmherzige und zupackende Mutter von fünf Kindern zur ersten Gemeinderätin, 1990 wurde die als Barbara Brunnlechner geborene Attelerin Zweite Bürgermeisterin. 1996 folgte sie Rupert Schärfl auf dem Bürgermeistersessel, war die erste Gemeindechefin des Landkreises, blieb lange die Einzige. "Ich bin im Bürgermeisterchor für Sopran und Alt gleichzeitig zuständig", spöttelte sie gerne.

Neben ihrem Amt als Bürgermeisterin war sie auch Mitglied im Gemeindetag sowie stellvertretende Vorsitzende der sowohl der Verwaltungsgemeinschaft Rott als auch des Schulverbandes mit Rott und Griesstätt. Von den Belastungen der Kommunalpolitik erholte sich Barbara Reithmeier gerne beim Sport, beim Lesen und der Musik.

Bekannt und beliebt war Barbara Reithmeier aber nicht nur als Politikerin. Durch ihr herzliches Wesen und aufmunternden Freundlichkeit sowie ihre christliche Lebenseinstellung war sie für viele eine Stütze in allen Lebenslagen. Mit ihrem Erfahrungsschatz als Mutter von fünf längst erwachsenen Kindern und als Geschäftsfrau im Betrieb ihres Mannes sowie schließlich als relativ junge Witwe war sie für viele eine kompetente Beraterin. Ihr Mann Fritz, mit dem sie seit 1964 fast 40 Jahre verheiratet war, verstarb 2003 ebenso überraschend.

Barbara Reithmeier hinterlässt fünf erwachsene Kinder und zehn Enkel. Sie wird am kommenden Freitag um 14 Uhr im Ramerberger Friedhof beerdigt.

prj/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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